„Das Sanfteste auf der Welt
überwindet das Härteste auf der Welt“
Angekommen.
Ohne zu wissen warum
Keine Verwunderung
nur ein Gefühl
Kein Zweifel
Keine Angst
Fies… gemein…
ich wollte doch alleine sein…
danke
„Das Sanfteste auf der Welt
überwindet das Härteste auf der Welt“
Angekommen.
Ohne zu wissen warum
Keine Verwunderung
nur ein Gefühl
Kein Zweifel
Keine Angst
Fies… gemein…
ich wollte doch alleine sein…
danke
Eine tiefe Traurigkeit, ein tiefer Schmerz,
die sanft und stark in mir ruhen,
in meiner Brust sitzen und langsam
wie ein kühles Moor in meinen Bauch sinken…
füllen mich so ganz, dass ich still werde und ernst.
Es tut weh.
Nicht gelähmt, sondern ganz klar und ruhig,
durch die Wahrheit, sehne ich mich nach mehr.
Nach dem was hätte geschehen sollen und nun nicht geschieht,
doch auch mit sanftem Trost dadurch,
dass es nicht geschehen wäre,
nach dem was nicht geschehen wäre.
Ich spüre durch meine Trauer das größere,
nach dem ich mich nun zu sehnen beginne.
Etwas das ich spüre passierte nicht.
Nun da es fehlt, bildet es ein Loch in mir,
in meinem Leib, von dem Bauch bis zum Rücken,
ganz durch mich durch.
Sanft streiche ich durch diese Wunde,
werde ganz weich.
Hier wachsen meine Sehsucht und das Loch
durch die Trauer
und möchten mit größerem gefüllt werden.
Mit größerem dass ich zuvor nicht erwartete und nicht mal wünschte.
Da ich weiß,
das wäre mit Dir nicht geschehen ist es leichter.
Ich spüre eine geduldige Vorfreue, die mich beruhigt
und das Loch zu erfüllen beginnt.
Auch wenn ich spüre, dass es noch dauern wird…
Angst
Angst
Angst
Angst ist was ich spüre und keine Sicherheit!
…Wenn ich Euch stehen sehe an zwei Straßenabzweigungen über fast 12 Meter ca. 12 Polzisten.
Was oder wen schützt ihr, wenn Menschen demonstrierend auch ohne Euch den angekündigt und genehmigten Weg gehen?
…Wenn ich große Busse mit Wasser-spreng-Vorrichtungen sehe, in einer Reihe in einer Lehren Straße in der Nähe des Mariannenplatzes, beim Myfest; gefolgt von schwarzen Panzern, die mich an Nichts als an Krieg erinnern.
Was wollt ihr damit bezwecken?
Bestimmt gibt es immer und am ersten Mai noch mehr Menschen, die gewalttätig und kriminell sind. Doch da wo ich war, habe ich nur einen von ihnen gesehen und es brauchte in der Siuation keine Polizei und die war da auch nicht da.
Ich war auf der Demonstration gegen Gentrifizierung Gestern um 16 Uhr 40 bis ca. 18 Uhr. Danach war ich in einem kleinen Park in der Nähe, dann in den Straßen in Mitte nähe Torstaße, danach im Mauerpark bis ca. 1 Uhr. Heute war ich von 14 Uhr 40 bis ca. 16 Uhr 40 auf dem Myfest in Kreuzberg.
Ich habe – bis auf den Einen - keine gewaltbereiten Menschen gesehen, aber sehr sehr viele Polizisten. Auf den Veranstaltungen und auf jedem Weg von dem einen zum anderen Ort. Soldaten…
Oh jetzte habe ich tatsächlcih statt dem Wort Poliziten Soldaten gedacht und das ist kein Scherz. Ich dachte noch ach was, Du musst doch Polizisten schreiben. Aber vielleicht liegt es daran wie ich sie eben beschreiben wollte und wie ich sie sie gesehen habe. Grüne POLIZISTEN (vielleicht wäre Soldaten gar nicht so verkehrt, achten sie nicht etwas darauf dass kein Krieg in der Stadt ensteht…? oder doch umgekehrt?), welche in schwarzer Montur. Immer mit Schlagstöcken, dicken Auspolsterung durch die sie rießengroß und megastark aussehen, manchmal mit Helm auf dem Kopf und manchmal mit Helm unterm Arm, von zweier Gruppen bis zu ca. 50, aber nie allein. In den Bussen und stehend auf der Straße. Und mit ernstem Gesicht.
Die Montur und Menge würde gar nicht soo schlimm sein, würden sie Lächeln und nicht diese „ich achte genau auf dich und wenn Du ne falsche Bewegung machst ziehe ich meinen Schlagstock und zerhau Dich“ – Haltung haben. Dann würde ich mich eher beschützt fühlen.
Ich möchte Euch gewiss nicht angreifen.
Ich versuchen nur zu verstehen.
Ich hatte durch Eure Anwesehenheit und eure ernste Ausstrahlung und Körperhaltung Angst.
Muss das so sein, dass ich als bunt-angezogene, soziale, nett-lächelnde junge Frau durch Euch Angst habe?
Ich fühlte mich nicht sicher, sonder hatte Angst ich bin an einem Gefährlichen Ort, bei der Demo und dem fröhlichen Myfest. Es hat stetig mein Befinden beeinflusst, weil so viele und an so vielen Stellen Polizisten standen, weil ich nur für die Zeit wenn ich nirgends als auf eine Konzertbühne schaute oder den Kindern beim Balancieren half, Euch nicht sah.
Bei der Demo, die friedlich war, fühlte ich mich von Euch als (potentielle) Kriminelle betrachtet. Ich hatte einfach das Gefühl „Ist das falsch was ich hier mache?“ Also das mit dem demonstrieren? Es fühlte sich so an, als gäbe es Demonstranten und Polizisten. Und die Demonstraten sind böse und werden von der Polizei strengsten bewacht. Dabei sind Menschen, die für die eigenen und die Rechte der Anderen auf die Straße gehen nicht falsch, schlecht oder kriminell, sondern es ist gut, dass sie es machen.
Schlecht, falsch oder kriminell sind Menschen, die schlagen, zerstören oder psychische Gewalt ausüben. Doch muss jeder als solch ein potentieller Mensch betrachtet und behandelt werden, an jedem Ort? Wie viele von diesen Menschen gibt es und wo sind die meistens?
UND kann ein Polizist nur einschreiten um andere Menschen zu schützen, wenn er die ganze Zeit einen bösen Blick und ein böse Haltung wart? Das kann ja sein. Ich frage nur. Selbst wenn, bleibt die Frage über die Anzahl und Wahl der Stehplätze der Polizisten.
Eine Freundin von mir fühlte sich auch, als wenn man sie als Kriminell ansehen würde. Und das sie solche Gefühle empfand machte sie wütend, dass ihr dieses Gefühl gemacht wird machte sie jedoch wütender.
Und ich denke wir sind da nicht die einzigen.
Niemand möchte sich fühlen, als wenn die Polizei, die Gewaltes des Staates einen behandelt als sei oder sei man potentiell kriminell, erst recht nicht wenn man etwas gutes macht und zwar ganz offen und öffentlich. Nämlich für die Eigenen und die Rechte Anderer einsetzten. Auch beim Feiern fragte sie meine Freundin und ich mich auch, warum müssen wir so bewacht werden? Es ist nicht schön kontrolliert zu werden. Für niemanden.
Kinder die ständig kontroliert werden, rasten indirekt, oder direkt mit körperlicher Gewalt aus um sich zu befreien, ziehen sich ganz in sich zurück und sind verstört, oder sie stellen um so mehr an, wenn sie unbeobachtet und unkontrolliert sind. Und Menschen sind wie Kinder.
Ich empfinde wie meine Freundin. Ich fühle mich verurteilt und diskriminiert. Und ich gehe schon extra nicht zur der großen Demo, die heute um 18 Uhr am Kotti begonnen hat. Weil ich Angst habe, dass mir dort etwas passiert. Und ich habe nicht nur Angst vor gewaltbereiten und gewalttätigen Menschen, die es eben auch unter den Demonstranten und anderen Gruppen dort gibt, sondern gleicher maßen und wenn nicht noch mehr vor den Polizisten dort. Sie haben eine viel größere Ausstattung an Gewalt-Geräten und Maschinen. Ich habe eine solche Angst vor Wasserwerfern. Und ich habe Angst vor dem gegenseitigen Hochschaukeln, zwischen gewalttätigen Menschen und gewalttätigen Polizisten.
Deswegen bin ich an die friedlichen Orte gegangen, obwohl ich für vieles kämpfe wofür diese Demo steht und an diesen friedlichen Orten waren so viele Polizisten. ich weis nicht, ob dass die Polizisten verstehen oder die, die entscheiden wie viele von Ihnen wo auf der Straße stehen, aber es kann agressiv machen. Wenn man das versteht, versteht man vielleicht auch warum so viele Polizisten auf der Straße stehen. Ich fühle mich beobachtet, kontorliert, verurteilt, diskriminiert, provoziert und angegriffen von so vielen Polizisten auf den Straßen und von der Art ihres Auftretens. Ich schlage deswegen keinen Polizist, keinen anderen Menschen und werfe auch keinen Stein.
Aber es gibt Leute, die das machen oder denen das irgendwann mal passiert. Und ich schließe auch nicht aus (Auch wenn ich mich mit diesen Worten, wenn nicht schon mit meinem Text als noch potentiellere Kriminelle !? auf dünnes Eis begebe), dass es mir in machen Situationen passieren könnte. zum Beispiel dann wenn ein Polizist den ersten Schlag macht oder Stein wirft…
Lange Rede, kurzer Sinn: Was denkt ihr löst ihr dadurch aus? Und was möchtet ihr auslösen?
Ich möchte Euch immer noch nicht angreifen, nur verstehen und mich sicher fühlen, was wollt ihr?
Zeit zum Heizen.
Erst in dem Wohnraum und dann in der Küche.
Dazwischen ein wenig aufräumen, ein kurzer Besuch auf einen Kaffee. Und: schreiben!
Während die Klappe meines Ofens offen ist und die vor etwa zwei Stunden aufgelegten Kohlen durchglühen, nehme ich mir vor und nach dem Anfeuern des Ofens in der Küche endlich wieder mal Zeit zum Schreiben.
Meine Ausbildung, meine verschiedenen Arbeiten, der Haushalt und andere Dinge die ich – zum Teil aus vergangenen Tagen noch – erledige, brachten mich in die Situation keine Zeit zum Schrieben zu haben, bzw. waren sie meine Priorität.
Eine Priorität für gute Noten und eine gute Ausbildung, für Geld, dass ich zum Leben und zum finanzieren dieser Ausbildung brauche und für die Ordnung in meinem Leben, welche die Basis für beides darstellt.
Ob ich nun also von einer wirklichen Priorität Sprechen kann, oder ob nicht das Leben und ich mich selbst in diese Situation gebracht habe/hatte (denn zumindest habe ich ja nun Freizeit), in der ich nun so handeln muss, ist eine der Fragen die ich mir stelle, weil mir diese Situation sehr missfällt. Die Antwort, welche ich zur Zeit darauf finde, ist: dass das Leben und ich mich in diese Situation gebracht haben, bis auf, dass mit der Ausbildung. Das ist meine freie Entscheidung und meine gewählte Priorität. Schließlich muss ich nicht ständig oder meistens Einsen Schreiben, ich könnte mich auch damit begnügen Zweien und Dreien in meinem Zeugnis stehen zu haben.
Da viele ErzieherInnen jetzt und auch in Zukunft gebraucht werden, kann ich auch nicht sagen, dass mich die gesellschaftliche Situation des Arbeitsmarktes dazu zwingen würde. Es ist meine eigene freie Entscheidung, wegen der ich nicht nur fürs Schreiben, sondern auch für viele andere Dinge keine Zeit habe und in der letzten Zeit oft nicht wusste wo mir der Kopf steht und ihn vielleicht deswegen auch manchmal vergessen habe…
Aber nun habe ich frei.
Nach einer anstrengenden Woche, viel mir Gestern bei der Arbeit ein, dass ich ja Wochenende habe und mich erholen kann, gleich gefolgt von dem Gedanken, dass ich morgen (jetzt heute) sechs Stunden von 12 bis 18 Uhr arbeiten und das restliche Wochenende für eine Klausur lernen muss. Dennoch hatte ich einen entspannten und sehr schönen Abend. Dieser wurde von einem Anruf von der Arbeit nur ein wenig gestört und als ich diese später kontaktierte, jedoch wieder um einiges verbessert.
Es kamen drei Klienten nicht und ich musste daher nicht arbeiten! So kann ich hier nun sitzen und euch ein wenig aus meinem Leben erzählen. Außerdem werde ich heute endlich meine Wohnung aufräumen und weihnachtlich Schmücken. Ich werde lernen für meine Klausur am Montag, nach einer Arbeit suchen UND – mich erholen.
PS: Ich habe mir fest vorgenommen mehr und öfter zu Schreiben. Zeit zum Schreiben, ist eines der wichtigsten Dinge in Leben überhaupt. Genauso wie Zeit zum Lesen.
Ich war Gestern bei einem Weihnachts-Geschichten-Vorlesen am Kamin, und da sahs ich in einem gemütlichen alten Sessel, der mir genauso wie der Wein, die Plätzchen, die Wärme des Kamins und die Geschichten und die Stimme der Vorleserin, Ruhe und Geborgenheit schenkte. Und da wurde mir wieder einmal klar, wie wichtig und gut es ist zu schreiben und zu lesen, auch wenn ich zuhörte. …Aber das ist eine andere Geschichte.
Süsse tiefe Sehnsucht…
nach mehr
Ganz leise und still
In Gedanken
der Wunsch und die Hoffnung
Nach Zärtlichkeit
Nach Nähe
Nach Geborgenheit
Nach der Sicherheit neben jemanden zu liegen und ihm einfach nur in die Augen blicken zu dürfen
Kein Lärm
Keine Angst
Keine Sorge
Kein Gedanke ans Morgen
Nur ein Gefühl
Ein Zustand
Eine Verfassung wie kontinuierlich fliesendes klares Wasser
„Wer bin ich eigentlich, dass du mir keine eigene Meinung zutraust?
Soll ich vielleicht das Maul halten, nur weil ich ‘ne Frau bin?
Nennst mich Schlampe, weil ich sage, was ich denke.
Wär’s vielleicht einfacher für dich, wenn ich einfach nur dasitze und lächle?
Ist doch immer so:
Wenn eine Frau mal zurückschießt,
dann weiß auch das größte Großmaul auf einmal nicht mehr was tun.
Und dann macht er, was jeder kleine Junge auch machen würde:
Rennt ‘rum und setzt paar Gerüchte in die Welt.
Aber so was ist für mich kein Mann:
der andere schlecht macht, damit er beliebt wird.
Und es ist traurig genug, dass du deinen Ruhm nur über Streit definierst.
Aber es ist jetzt Zeit,
dass ich dir noch ein paar Gründe gebe, über mich zu tratschen.
Warum soll ich nicht sagen, was ich sage?
Hast du vielleicht Probleme damit?
Schimpf mich weiß Gott was, deine Worte bedeuten mir gar nichts.
Weil du ja noch nicht mal Manns genug bist
um mit dem klarzukommen, was ich singe.
Schau dir die ganze Menschheitsgeschichte an:
Da wurde immer mit zweierlei Maß gemessen.
Männer ernten Ruhm, wenn sie eine nach der anderen flachlegen,
und wenn eine Frau das gleiche tut, dann ist sie eine Nutte.
Und ich raff nicht, was daran OK sein soll.
Die Kerle kommen davon und die Frauen werden beschimpft.
Aber damit ist jetzt Schicht, Mädels:
Das hier ist für alle Frauen, die es jemals mit einem Kerl zu tun gehabt haben,
der sie nicht respektiert.
Der glaubt, dass man Frauen anschaut und nicht anhört.
Schreit es raus, und schreit es laut raus:
Dass wir stehen! Dass wir stolz sind!
Atmet ganz tief durch und dann sagt es laut:
Uns kann keiner und uns wird keiner unten halten. Nie mehr.
Weil ihr in Wirklichkeit kleine Jungs seid.
Und ihr glaubt, dass ihr süß seid und eigentlich seid ihr nur schüchtern
Und reißt das Maul soweit auf, damit keine merkt,
dass ihr da, wo’s drauf ankommt, klitzeklein seid.“
Einfach machen… Das kann doch nicht so schwer sein?
Viel ist kompliziert, und ich bin jemand, der viel kompliziert macht, aber es gibt so einfache Dinge… die man einfach machen kann und die doch so viel bedeuten und so viel gutes auslösen. Sie machen das Leben einfacher. Warum machen so viele andere Menschen diese Dinge nicht?
Einfach sagen, dass man jemanden mag, oder dass an ihn nicht mag; natürlich so nett wie möglich… zum Beispiel.
Ehrlich sein! Über den eigenen Schatten springen für etwas Wichitges! Wie die Freundin, die sich so wenig (in der letzte Zeit eigentlich gar nicht) gemeldet hat – anrufen!
Sagen, das man etwas nicht kann, oder nicht will.
Sagen was man denkt.
Wie dem guten Kumpel, dass sein Oberteil, seien dicken Bauch eher betont.
Irgendwo hingehen im unpassenden Outfit, weil man sich wohl darin fühlt!
Den Freund/Die Freundin küssen, weil er/sie toll ist, auch wenn gerade schlechte Stimmung in der Bezihung ist, oder gerade dann…
Der alten Frau die Tasche über die Straße tragen, weil sie ihr etwas zu schwer ist. Einem Kind das Fahrrad reparieren, wenn es das nicht alleine kann.
…
Warum machen diese Dinge, die doch einem und den Anderen so gut tun, so wenig Menschen und warum scheinen Einige sogar ein Problem damit zu haben, wenn andere es tun?
Wo seid Ihr, ehrliche Menschen, die ihr auch euch selbst gegenüber ehrlich seid, oder versucht es so gut wie möglich zu sein…?
Wo seid ihr, die es wirklich schätzen, wenn jemand versucht aufrichtig zu sein und sich an Werte hält, wie Ehrlichkeit und Zuverlässigkeit?
Wahrscheinlich unternehme ich noch immer zu wenig in Berlin, und/oder gehe noch nicht an die richitgen Orte…
…Über Kommentare und in diesem Fall Vorschläge für Orte zum kennenlernen solcher Menschen, freue ich mich immer sehr!
Eine schöne Nacht euch allen!
Selten habe ich mich so lebendig gefühlt, wie dann, wenn ich spiele.
Ich gehe auf die Bühne, schaue ins Licht oder in die Gesichter der Menschen und beginne jemand anderes zu sein.
Aber bin ich jemand anderes? Kann ich etwas darstellen, was gar nicht in mir ist?
Ich glaube: Nein. Alles was ich spiele ist irgendwo tief – mehr oder weniger – in mir.
Und wenn ich auf der Bühne bin, mich gut fühle, stark, geborgen, sicher und dann plötzlich spüre, dass ich ich selbst bin, ja sogar wie sehr ich ich selbst bin und mir so nah, wie ich es oft nicht einmal im Alltag bin, dann – glaube ich – ist es richtiges Theater. So fühlt es sich zu mindest an, dass zum Schauspielerin sein, natürlich viel, viel mehr gehört, als das, weiß ich. Aber in diesem Moment, meine ich einen Teil dessen, zu erfassen. Und das ist ein Grund, warum ich Schauspielerin sein möchte;
Dieses Gefühl, diese Erfahrung und diese Erkenntnis, nicht nur ein Mensch zu sein, sondern viele Menschen in sich zu tragen und das wirklich.
Wir werden so oft und so viel eingeschränkt in unserer Welt und auch als Individuum in so viele Rollen gepresst, dass das ein unheimliches Gefühl der Freiheit ist.
Ich spiele sehr gern für Andere, bringe Kinder und Erwachsenen gern zum lachen, möchte soziale Umstände aufzeigen, politisches Theater machen und auch einfach unterhalten. Aber ich spiele auch einfach für mich und dieses Gefühl, macht mich glücklich.
Es ist so weit: Ich bin zuhause! Oft schon habe ich mich hier in Spandau in meinem Zimmer in der Zweck WG des Akademischen Seglervereins wohl gefühlt. Aber noch nie habe ich es so empfunden!
Ich liege in meinem Bett, nach einem Film, den ich mir mit meiner Mitbewohnern angeschaut habe, schaue an die Decke und fühle es: Ich bin zuhause.
Schon seit etwa neun Jahren habe ich das Gefühl nicht zu wissen wo mein Zuhause ist. Oft fühlte ich mich in meinem Zuhause nicht zuhause.
Natürlich ist das Haus in der Parieserstr. in Stockstadt, in dem ich groß geworden bin mein Zuhause und wird es auch immer bleiben, auch in Griesheim, näher an der - für mich damals größten Stadt – Darmstadt fühlte ich mich zuhause, aber es war etwas anderes.
Es fehlte mir oft ein Zuhause, für mich als Menschen, der ich bin, nicht ein Zuhause für das Kind das ich war und bin. Dieses Zuhause, dass wunderschön ist und immer da sein wird, das habe ich. Nein, mir fehlte ein Ort, den ich selbst finde und an dem ich gerne bin. Ein Ort, wo ich hingehöre. Diese Orte begegneten mir schon, ein bisschen und von kurzer Dauer war ich zuhause und fühlte mich nicht verloren.
Jetzt bin ich hier, in Berlin. Ich wusste das ich her möchte, ich wollte hier heraus finden, was ich will und wie es in meinem Leben weiter gehen soll, als ich erkannte, dass ich keine Jugendleiterein werden möchte.
Und jetzt spüre ich, das ich mich nicht getäuscht habe, dass es gut ist, hier zu sein.
Ich fühle mich freier und selbständiger, hier in meinem Zimmer.
In meinem ersten Zimmer, das nicht mehr in der Wohnung meiner Mutter ist.
Und ich habe hier MEIN Zuhause gefunden. Es ist mir ganz alleine und das ist gut so.
Es wird sicher nicht das letzte Zuhause sein, das spüre ich auch.
Aber verdammt noch mal, wie gut das tut, endlich ein mal richtig zuhause zu sein.
… hier ist der Link, den ihr braucht, wenn ihr euch anmelden wollt:
www.wer-kennt-wen.de
Freue mich auf euch…