Was für ein Wochenende! Schon der Freitag war erholend. So sollten Ferien immer beginnen…
· Nach der Zeugnissausgabe spontan noch schön eine heiße Schokolade trinken und Müsli „mit extra Jogurt- essen gehen mit Freundinnen,
· mit Lara Schuhe kaufen und sich eins der tollsten Geschäfte zeigen lassen,
· anschließen den Eltern, das heißt der Mama, ihrem Ulli, dem Papa und seiner Gerdi, das Zeugnis vorführen,
· dann die Traumprinzessin schaun, dabei einschlafen und den Abend mit dem Exfreund beim Minigolf verbringen, was auch sehr erholend sein kann, wenn man es schafft alte Problemdiskussion nicht zu weit auszudehnen.
Boaaa geschafft, soviel ruhiges Treiben und Entspannung macht sehr müde…
Und deshalb bin ich dann am Freitag Abend auch gleich mit der sanften Unterstützung von Miles Davis eingeschlafen.
Der Samstag war auch entspannend und zugleich produktiv (eine Gute Mischung!).
Wobei mir das Aufstehen nicht so leicht viel, was bei mir eine Abnormität darstellt, da ich immer, egal wie viel ich schlafe Putz munter und super gelaunt bin nach dem Erwachen, denn ich hab dann den ganzen Tag vor mir und freu mich ihn nutzen zu können.
Doch diesmal war eine dieser seltenen Ausnahmen. Im Traum hatte ich mich nämlich verloren ich muss wohl bei Jan gewesen sein, denn als ich die Augen aufmachte war ich noch nicht ganz da und er schien noch nicht ganz fort von mir gewesen zu sein. Doch in meinem Bett war er leider nicht und das machte den Morgen schlecht.
Denn ich hatte ihn seit Donnerstag nicht gesehen und wir hatten Streit. Jedoch war nicht das Problem das er mir fehlte, sondern vielmehr, dass er vielleicht bald ganz fehlen würde. Das machte mir Angst an diesem Samstag morgen.
Frühstück mit Ulli und Mama; Das verschaffte mir bessere Laune und brachte das “ ich tu’ was mir gefällt und entspann mich total feeling- wieder zurück. Wir unterhielten uns über das Anschließen von Menschen und was es bringen soll, über moralische Bedenken und darüber wie die Menschen Früher starben. Darauf kamen wir, weil meine Oma schon länger nicht mehr am realen Leben teilnimmt. Sie wird aber nur künstlich ermährt und hat keine elektronischen Geräte an sich gekoppelt. Doch ich kam zu dem Schluss, dass wir sie gehen lassen sollten, auch wenn sie vielleicht noch träumt, (sie macht nämlich nichts außer liegen), weil nämlich alleine ein Mensch der sie füttern würde, sie nicht zum Schlucken bewegen könnte. Was bedeutet der Körper möchte nicht mehr oder kann nicht mehr leben. Aber das ist ja so eine Frage. Früher wäre sie eines natürlichen Todes gestorben und es wäre gut und auch ich hieße es für gut. Doch heute in einer Zeit in der, die Medizin und die Technologien so vorangeschritten sind, muss man sich fragen darf man diese Frau „töten“?….
Klar mag ich, dass meine Oma lebt, doch das tut sie nicht mehr.
Sie liegt nur da und schaut mich nicht mal an und ich weiß nicht ob sie mich hört.
Und das am Leben halten oder besser das verlängern des Lebens unsere Vertrauten machen wir doch eigentlich aus Egoismus. WIR wollen sie bei uns behalten und können nicht mit dem Verlust ihrer Person umgehen.
Wir sollten uns fragen darf man diese Frau vom Sterben abhalten?
Danach haben wir Mamas neuen Kleiderschrank aufgebaut. Da musste ein altes Holzregal aus ihrem Zimmer raus, zwecks Platzmangel.
Das habe ich dann liebevoll aufgenommen und neben meinen Schrank gepackt, um mich endlich von meiner blöden, schwarzen Vitrine zu trennen, welche hinter dem Sofa stand und den Platz zwischen Bett und Sofa enorm einschränkte.
Jetzt ist da Platz und was für ein schöner!
Ich habe zwei runde Sitzkissen auf den Boden gelegt und einen kleinen Bambustisch mit Glastischplatte dazwischen platziert. Als ich und meine Eltern fertig waren, hab ich bestimmt was gegessen – was das war weiß ich jedoch nicht mehr – und danach habe ich dann, anstatt etwas von den Dingen zu machen, welche ich überlegte zu erledigen, geschlafen.
So etwa drei Stunden, bis 20 Uhr. Das wurde dann auch schon etwas knapp, weil ich nämlich noch für Lara kochen wollte, Reste vom Umräumen aufräumen musste, vorhatte zu duschen und noch etwas zu anziehen raussuchen musste.
Allehopp, während dem das Essen auf dem Herd verbrannte, duschte ich schnell und während ich den guten Reis vom verbrannten Reis trennte überlegte ich was ich anziehen sollte; ich wollte ja heute Nacht nach der Reggae-Party mit Lara – zu Jan gehen…
Als Lara klingelte war ich noch im Bademantel, doch das Essen war fertig und mein Zimmer sprühte vor jilliger und romantischer Atmosphäre, mit Kerzen und Indischer Musik.
Sie hatte Kopfschmerzen und weil sie ihren Freund mit hoch brachte, dachte ich zuerst die Dame sagt mir jetzt noch ab und fährt gleich heim, wo ich für sie gekocht habe. Aber es stellte sich heraus sie wollte ihm nur Bescheid sagen wann er sie holen sollte und wollte lieber einfach bei mir daheim bleiben, anstatt Tanzen zu gehen.
Ich gab ihr eine Ratiopharm für die Kopfschmerzen und ein Glas Wein zur Beruhigung.
Da wurden später dann zwei (oder drei?) draus, als es ihr besser ging; Und wir hatten einen tollen ruhigen Abend, mit guten Gesprächen von denen nicht jeder etwas wissen sollte oder darf – erst recht nicht unsere Männer.
Außerdem hatten wir so mein neues Zimmer eingeweiht. Ich fühlte mich wohl… endlich mal mehr zu Hause …
Ich wohne hier in Griesheim nämlich erst seit den Osterferien, habe nie richtig aufgeräumt und war auch wenig anwesend in meinem Zimmer.
Sonntag morgen hatte ich mich auch verloren in einem Traum doch diesmal wurde er war, lag neben mir und hatte auch an diesem Morgen sooo schöne Augen und leckeren Kaffe, wenn auch nicht ganz soo guten wie beim Letzten mal, doch das kann man jemanden der den besten Kaffee kocht doch verzeihen, nicht wahr?