Weinachten

Mittwoch schrieb ich von ein paar mir sehr wichtigen Menschen, welche gerade für kurze Zeit ein wenig aus meinem Leben verschwunden sind. Die einen mehr die anderen weniger.
Manche von ihnen kenne ich zwar erst sehr kurze Zeit…
Aber, euch wünsche ich einen besonders guten Rutsch ins Neue und bin in Gedanken bei euch!

Und nun ein paar News, damit ihr mal ein bisschen was über mein momentanes Leben erfahrt.

Freitag Abend im AnSibin, habe ich zwei nette Amerikaner kennen gelernt, Axel und Tony.
Es ist einfach toll im AnSibin. Da werde ich nun öfters hingehen. Und hoffentlich wird mein Englisch sich dadurch auch verbessern. Dort war ich auch mit Raul und Momo.
Momo wird mir auch in Englisch helfen und ich helfe ihm dafür in Deutsch.
Man bin ich froh Freitag Abend dort gewesen zu sein.
Ich telefoniere auch schon seit Tagen mit Axel “ nur auf englisch -, weil dieser mein Mobil-Ticket aus Versehen mitgenommen hatte und es schwierig war einen gemeinsamen Zeitpunkt für ein Treffen zu finden.
So wende ich also mehr englisch zur Zeit an als bisher. Wobei es dabei auch bis jetzt geblieben ist, was das Lernen fürs Abitur betrifft.
Die Weihnachtsfeiertage samt ihren Fressorgien und Einladungen hatten mich zu sehr eingenommen.
Die ersten Ferientage füllte ich mit Geschenke einkaufen, Geschenke basteln und Geschenke einpacken, wie viele von euch bestimmt auch. Freitag gönnte ich mir dann ne Pause und Samstag, Sonntag, Montag und Dienstag verbrachte ich mit den verschiedensten Teilen meiner Familie, so wie es in unserer Patchwork Familie üblich ist.
Samstag waren meine Mum ihr Freund und ich bei Ulli zum Essen bei Ulis Bruder eingeladen. Ich habe eine ganze Stunde gegessen. Wer mich kennt, weiß das dies eine große Leistung für mich ist, denn 1. rede ich wesentlich mehr beim Essen, als das ich esse und 2. bin ich verdammt schnell satt. Das finde ich auch sehr schade, also bin ich richtig begeistert, dass ich so viele tolle leckere Sachen beim Raclette essen konnte und auch ein bisschen stolz J.
War ein schöner sehr unterhaltsamer Abend, den ich zu Teil mit der Tochter von Ulis Bruder und zum Teil mit den „Erwachsenen“ verbracht habe. Ganz so wie ich es mag. Die Lea ist ein liebes Mädel und sie hat eine Hängematte im Zimmer. Wau. Das müssen meine Kinder später auch mal haben. Ja aus der hat sie dann mit Plastik Schilf und mit der Unterstützung von Meeres Rauschen- Musik ein Schiff gemacht… Und nicht, dass sie mich genervt hat, wie Kinder das gerne machen, nein so durfte ich da einfach drin liegen bleiben J und musste kein Handschlag machen. toller Abend.
Sonntag war großer Familien Heiligabend mit allen von der väterlichen Seite bei meiner Schwester. Sogar Gerdi die Freundin von meinem Vater ist mitgekommen. Fand ich super. Und ich habe beim Chinesen so eine sprudelnde Pfanne bekommen, doch weil ich auf Toilette war, habe ich das Spritzen und Sprudeln gar nicht mitbekommen L. War aber trotzdem sehr lecker.
Montag war ich dann allein mit Papa und Gerdi auf einer Feier von Gerdis Verwandten. Und Dienstag noch mal zu Ulli und seinen Kindern noch mal Raclette essen…
Und wie war euer Weinachten? Jetzt werde ich noch mal schnell Silvester feiern und dann geht“™s ans Abi „lernen.

Guten Rutsch!

Veröffentlicht in: on 31. Dezember 2005 at 16:16 Kommentare (1)

Alle nehmen reiß aus

Jetzt sind sie fast alle weg. :-( Naja nicht fast ALLE, aber eben einige.
Mira und Jan sind schon seit Freitag in Berlin, Larissa ist in Köln bei ihrer Mum, Christian ist in – den Name habe ich vergessen – und lehrt dort Jugendliche das Musizieren, Ella taucht in Thailand, Axel ist yesterday morning nach Prag geflogen und eben habe ich Momo, der nach London fliegt noch zum Bus gepracht. Ach. Und ich? Ich bin hier zurück geblieben. Naja dafür schneit es hier und es ist wunderschön am frühern Morgen heim zu spazieren.
Erst recht, wenn mich die Menschen, welche schon aus den Bett kriechen mussten, freundlich grüßen auch wenn ich jetzt in mein Bettschen hinein kriechen darf…

Also schönen Arbeitstag euch da draußen oder gute Nacht; je nach dem.

Veröffentlicht in: on 28. Dezember 2005 at 06:48 Kommentar schreiben

Teil 2

Bei dem Arzt angekommen, schaute ich zunächst nach meiner Freundin, welche ich beauftragt hatte dort mit dem Auto hin zu kommen, um nicht vielleicht unter Enttäuschung den ganzen Rückweg wieder mit dem Bus anzutreten zu müssen.
Sie war auch bald da und ich wurde in das Behandlungszimmer gebeten. Der Arzt sprach nicht viel mit mir und sagte mir auch nicht was er alles vorhatte zu untersuchen. So erklärte ich ihm, für was ich die Untersuchung und die Bescheinigung benötige und fragte nach den Kosten, da mir ja versprochen wurde, dass sie mir in diesem „persönlichem“ Vorgespräch mitgeteilt werden. Herr Doktor T. aus der Praxisgemeinschaft des Gesundheitszentrums in Riedstadt Goddelau, sagte mir jedoch im Wiederspruch zu seiner „Sprech-Stunden- Hilfe“, dass sich die Kosten nicht vor der Untersuchung bestimmen ließen. Er meinte es sei von Fall zu Fall unterschiedlich was solch eine Untersuchung kosten würde. Zu meinem Entsetzen erführ ich – leider erst im Nachhinein- , dass der Arzt, dazu verpflichtet ist dem Patienten alle Kosten, welche nicht von der Krankenkasse übernommen werden, vor der Untersuchung ungefähr zu nennen.
Gesetz den Falls der Arzt verhält sich nicht dem entsprechend, ist der Patient nicht verpflichtet die Kosten zu tragen. Denn es ist so nicht mehr nachvollziehbar, ob der vom Arzt verlangte Betrag, tatsächlich seinen Dienstleitungen entspricht.
Herr Doktor T., nutzte aus, dass ich mir dieser Tatsachen nicht bewusste war.
Und ich glaube nicht, dass ich hinsichtlich dessen der einzige Patient bin.
Dennoch, ich ließ mich nicht darauf ein erst untersucht zu werden. So erklärte ich ihm, dem Internisten, welcher solche Untersuchungen bestimmt schon oft gemacht hat, dass ich eine ganz einheitliche Untersuchung zu meiner Tautauglichkeit haben möchte. Doch er war bereits aufgestanden ohne mich aufzuklären was er nun genau untersuchen wird und drängte mich in eine kleine Behandlungskammer. Allmählich fühlte ich mich nicht nur damit unwohl, dass er mir einfach nicht sagen wollte was die Untersuchung kostet, sondern die gesamte Situation und seine Art lösten Unbehagen in mir aus.
Wir standen nun vor der Tür einer Kammer, in welche er mich hinein bat. Ich war recht verwirrt, darüber dass er mir einfach nicht sagen wollte, was es kostet, er schien mich einfach nur „behandeln“ zu wollen. Als ich dann in dieser Kammer stand, dachte ich mir „Moment“ bevor er mich nun gleich auf diese liege stoßen lasse – er war mir wirklich sehr nah und ich fühlte mich sehr gedrängt und auch bedrängt von ihm – muss ich Klartext mit ihm reden.

Ich stellte klar, dass ich wissen muss, was die Untersuchung kostet und das ich mich vorher nicht untersuchen lassen mag. Ich sagte ihm: “ Wissen sie ich bin Schülerin und zahle den Beleg, welchen ich brauche selbst. Ich kann es mir nicht leisten mehr als 50 Euro zu zahlen.“ Darauf entgegnete er mir, dass er es noch nicht erlebt hätte, dass jemanden die Kosten wichtiger sind als die eigenen Gesundheit.
Hallo??!! Was war denn das nun? Ich hatte nie von irgendeiner Krankheit gesprochen. Und außerdem: sehr viele Menschen müssen überlegen, ob sie sich ihre Gesundheit leisten können. Sobald etwas nicht von der Krankenkasse übernommen wird, geht es jedem darum, dass es nicht zu teuer ist.
Und ich finde es verdammt schade, dass Doktor T. der Ansicht ist, dass bei Gesundheit Geld keine Rolle für den Patienten spielt, da er da vergisst, dass auch und vor allem arme Menschen sehr Kranke Menschen sein können.
Was macht er mit diesen, wenn sie nach der Untersuchung den vorherigen nicht genannten Betrag von 100 Euro einfach nicht haben?
Jedenfalls war ich sehr empört, stand da, hinter mir die Liege, vor mir in der Tür Doktor T. und wusste nicht was ich machen sollte.
So sagte ich ihm, dass es gar nicht um Gesundheit geht, sondern um eine Tauchbescheinigung und das ich vielleicht lieber zu einem anderen Arzt gehen sollte, bei dem ich weiß, dass es nur zwischen 15 und 30 Euro Kosten wird.
Darauf hin, merkte er anscheinend, dass es doch eine Möglichkeit gibt heraus zu finden was den die Kosten wären. Langsam und schon genervt ging er zu seinem Schreibtisch. Dort musste ich noch mal fragen, ob sich nicht doch etwas über die Kosten heraus finden ließe.
Er saß nur da. Dann sagte er, dass es da so allgemeine Festlegungen ja schon gäbe.
Schau an, schau an, also gibt es doch allgemeine Preisklassen für diese allgemeine Untersuchung. Aber erst mal das junge ding in die Kammer drängen, dass ich nicht lache. Er holte ein Buch vor. Blätterte darin nuschelte etwas, wovon ich vor allem nur „Belastungs-EKG“ heraushören konnte, welches erst bei älteren Tauchern gemacht wird und zu welchem ich auch ausdrücklich sagte, dass es nicht erforderlich sei. Dabei zahlte er auch 20, 40 ….und als er schließlich bei 60 Euro angekommen war, legte er das Buch zur Seite. Nun, zögerte er immer noch. Das gibt“™s doch nicht. Noch einmal musste ich fragen. Er entgegnete mir, dass die Untersuchung in etwa 75 Euro betragen wird.
Ich fühlte mich übelst behandelt. Der Arzt war gar nicht mehr freundlich gewesen. Ich sagte ihm noch total entsetzt von den Begebenheiten, dass ich nicht ein mal 75 Euro bei mir habe. Ich teilte ihm mit ich würde mich melden, falls ich keinen anderen Arzt finden würde, bei welchem es günstiger wäre…wahrscheinlich nur aus Höflichkeit, welche nicht mal mehr angebracht war.
Er schaute mir nicht ins Gesicht als mich erhob um zu gehen und als ich ihm die Hand reichte stand er nicht auf sondern blieb weiter hin sitzen.
Im Nachhinein habe ich mich sehr geärgert soviel Zeit verschwendet zu haben und ergäre mich noch immer, dass ich ihm mein Entsetzen nicht ausgedrückt habe.
Gern hätte ich ihm gesagt, was ich davon halte, dass er als Arzt, als Vertauensperson so zu sagen, die Unwissenheit der Menschen ausnutzt um sie abzuzocken.
Es wäre wirklich eine Abzocke gewesen, was mir einen Tag vor meiner Fahrt bestätigt wurde. Als ich doch noch einen Arzt gefunden hatte, bei welchem ich nach etwa 10 Minuten Wartezeit und einem recht kurzem und netten Termin, sage und schreibe 10 Euro für die Bescheinigung bezahlt habe.
Diese zwei Erfahrung stehen in einem so unheimlichen Kontrast zu einander.
Im Vergleich habe ich für den ersten Termin zwei aufwändige Telefonate, eine dreiviertel Stunde Busfahrt, eine unnötige, unschöne Unterhaltung mit einem unhöflichen Arzt, Bedrängung und Beleidigung… im Grunde nur ärgerliches was bestimmt bis zu drei stunden füllte, auf mich nehmen müssen.
Und für den anderen Termin habe ich einmal angerufen, mich gut unterhalten und keine Stunde mit Fahrtzeit, für den Termin „geopfert“.
Herr Doktor T. nehmen sie sich daran vielleicht mal ein Beispiel, es würde ihnen als Arzt und viel mehr noch als Mensch gewiss nicht schaden.

Veröffentlicht in: on 26. Dezember 2005 at 18:14 Kommentar schreiben

Teil 2

Bei dem Arzt angekommen, schaute ich zunächst nach meiner Freundin, welche ich beauftragt hatte dort mit dem Auto hin zu kommen, um nicht vielleicht unter Enttäuschung den ganzen Rückweg wieder mit dem Bus anzutreten zu müssen.
Sie war auch bald da und ich wurde in das Behandlungszimmer gebeten. Der Arzt sprach nicht viel mit mir und sagte mir auch nicht was er alles vorhatte zu untersuchen. So erklärte ich ihm, für was ich die Untersuchung und die Bescheinigung benötige und fragte nach den Kosten, da mir ja versprochen wurde, dass sie mir in diesem „persönlichem“ Vorgespräch mitgeteilt werden. Herr Doktor T. aus der Praxisgemeinschaft des Gesundheitszentrums in Riedstadt Goddelau, sagte mir jedoch im Wiederspruch zu seiner „Sprech-Stunden- Hilfe“, dass sich die Kosten nicht vor der Untersuchung bestimmen ließen. Er meinte es sei von Fall zu Fall unterschiedlich was solch eine Untersuchung kosten würde. Zu meinem Entsetzen erführ ich – leider erst im Nachhinein- , dass der Arzt, dazu verpflichtet ist dem Patienten alle Kosten, welche nicht von der Krankenkasse übernommen werden, vor der Untersuchung ungefähr zu nennen.
Gesetz den Falls der Arzt verhält sich nicht dem entsprechend, ist der Patient nicht verpflichtet die Kosten zu tragen. Denn es ist so nicht mehr nachvollziehbar, ob der vom Arzt verlangte Betrag, tatsächlich seinen Dienstleitungen entspricht.
Herr Doktor T., nutzte aus, dass ich mir dieser Tatsachen nicht bewusste war.
Und ich glaube nicht, dass ich hinsichtlich dessen der einzige Patient bin.
Dennoch, ich ließ mich nicht darauf ein erst untersucht zu werden. So erklärte ich ihm, dem Internisten, welcher solche Untersuchungen bestimmt schon oft gemacht hat, dass ich eine ganz einheitliche Untersuchung zu meiner Tautauglichkeit haben möchte. Doch er war bereits aufgestanden ohne mich aufzuklären was er nun genau untersuchen wird und drängte mich in eine kleine Behandlungskammer. Allmählich fühlte ich mich nicht nur damit unwohl, dass er mir einfach nicht sagen wollte was die Untersuchung kostet, sondern die gesamte Situation und seine Art lösten Unbehagen in mir aus.
Wir standen nun vor der Tür einer Kammer, in welche er mich hinein bat. Ich war recht verwirrt, darüber dass er mir einfach nicht sagen wollte, was es kostet, er schien mich einfach nur „behandeln“ zu wollen. Als ich dann in dieser Kammer stand, dachte ich mir „Moment“ bevor er mich nun gleich auf diese liege stoßen lasse – er war mir wirklich sehr nah und ich fühlte mich sehr gedrängt und auch bedrängt von ihm – muss ich Klartext mit ihm reden.

Ich stellte klar, dass ich wissen muss, was die Untersuchung kostet und das ich mich vorher nicht untersuchen lassen mag. Ich sagte ihm: “ Wissen sie ich bin Schülerin und zahle den Beleg, welchen ich brauche selbst. Ich kann es mir nicht leisten mehr als 50 Euro zu zahlen.“ Darauf entgegnete er mir, dass er es noch nicht erlebt hätte, dass jemanden die Kosten wichtiger sind als die eigenen Gesundheit.
Hallo??!! Was war denn das nun? Ich hatte nie von irgendeiner Krankheit gesprochen. Und außerdem: sehr viele Menschen müssen überlegen, ob sie sich ihre Gesundheit leisten können. Sobald etwas nicht von der Krankenkasse übernommen wird, geht es jedem darum, dass es nicht zu teuer ist.
Und ich finde es verdammt schade, dass Doktor T. der Ansicht ist, dass bei Gesundheit Geld keine Rolle für den Patienten spielt, da er da vergisst, dass auch und vor allem arme Menschen sehr Kranke Menschen sein können.
Was macht er mit diesen, wenn sie nach der Untersuchung den vorherigen nicht genannten Betrag von 100 Euro einfach nicht haben?
Jedenfalls war ich sehr empört, stand da, hinter mir die Liege, vor mir in der Tür Doktor T. und wusste nicht was ich machen sollte.
So sagte ich ihm, dass es gar nicht um Gesundheit geht, sondern um eine Tauchbescheinigung und das ich vielleicht lieber zu einem anderen Arzt gehen sollte, bei dem ich weiß, dass es nur zwischen 15 und 30 Euro Kosten wird.
Darauf hin, merkte er anscheinend, dass es doch eine Möglichkeit gibt heraus zu finden was den die Kosten wären. Langsam und schon genervt ging er zu seinem Schreibtisch. Dort musste ich noch mal fragen, ob sich nicht doch etwas über die Kosten heraus finden ließe.
Er saß nur da. Dann sagte er, dass es da so allgemeine Festlegungen ja schon gäbe.
Schau an, schau an, also gibt es doch allgemeine Preisklassen für diese allgemeine Untersuchung. Aber erst mal das junge ding in die Kammer drängen, dass ich nicht lache. Er holte ein Buch vor. Blätterte darin nuschelte etwas, wovon ich vor allem nur „Belastungs-EKG“ heraushören konnte, welches erst bei älteren Tauchern gemacht wird und zu welchem ich auch ausdrücklich sagte, dass es nicht erforderlich sei. Dabei zahlte er auch 20, 40 ….und als er schließlich bei 60 Euro angekommen war, legte er das Buch zur Seite. Nun, zögerte er immer noch. Das gibt“™s doch nicht. Noch einmal musste ich fragen. Er entgegnete mir, dass die Untersuchung in etwa 75 Euro betragen wird.
Ich fühlte mich übelst behandelt. Der Arzt war gar nicht mehr freundlich gewesen. Ich sagte ihm noch total entsetzt von den Begebenheiten, dass ich nicht ein mal 75 Euro bei mir habe. Ich teilte ihm mit ich würde mich melden, falls ich keinen anderen Arzt finden würde, bei welchem es günstiger wäre…wahrscheinlich nur aus Höflichkeit, welche nicht mal mehr angebracht war.
Er schaute mir nicht ins Gesicht als mich erhob um zu gehen und als ich ihm die Hand reichte stand er nicht auf sondern blieb weiter hin sitzen.
Im Nachhinein habe ich mich sehr geärgert soviel Zeit verschwendet zu haben und ergäre mich noch immer, dass ich ihm mein Entsetzen nicht ausgedrückt habe.
Gern hätte ich ihm gesagt, was ich davon halte, dass er als Arzt, als Vertauensperson so zu sagen, die Unwissenheit der Menschen ausnutzt um sie abzuzocken.
Es wäre wirklich eine Abzocke gewesen, was mir einen Tag vor meiner Fahrt bestätigt wurde. Als ich doch noch einen Arzt gefunden hatte, bei welchem ich nach etwa 10 Minuten Wartezeit und einem recht kurzem und netten Termin, sage und schreibe 10 Euro für die Bescheinigung bezahlt habe.
Diese zwei Erfahrung stehen in einem so unheimlichen Kontrast zu einander.
Im Vergleich habe ich für den ersten Termin zwei aufwändige Telefonate, eine dreiviertel Stunde Busfahrt, eine unnötige, unschöne Unterhaltung mit einem unhöflichen Arzt, Bedrängung und Beleidigung… im Grunde nur ärgerliches was bestimmt bis zu drei stunden füllte, auf mich nehmen müssen.
Und für den anderen Termin habe ich einmal angerufen, mich gut unterhalten und keine Stunde mit Fahrtzeit, für den Termin „geopfert“.
Herr Doktor T. nehmen sie sich daran vielleicht mal ein Beispiel, es würde ihnen als Arzt und viel mehr noch als Mensch gewiss nicht schaden.

Veröffentlicht in: on at 18:14 Kommentar schreiben

Kleiner Einblick in die Ungeklärtheiten des deutschen Gesundheitswesens TEIL I

Hier etwas was ich lange vor mir hergeschoben habe…
Ich hatte vor es dem Darmstädter Echo zu schicken.

Was haltet ihr davon? Was würdet ihr anders machen?

Es ist Montagmittag der 19. September, Draußen ist schönster Sonnenschein und doch kann ich weder das tolle Wetter nutzen, noch die Diskussionen um die Frage ob Ampel- oder Jamaika Koalition neue Regierung wird im Fernsehen mitverfolgen.
Denn ich muss vor dem Telefonbuch sitzend verzweifelt nach einem Arzt suchen, welcher mich auf Tauchtauglichkeit, für meine Abschlussfahrt in Giglio untersucht, ohne von mir als Schülerin 100 Euro dafür zu verlangen.
Eine „preiswerte“ 100 Euro Untersuchung, ist nämlich eine für ältere Menschen als auch für Sportler notwendige Untersuchung. Jedoch die Untersuchungen für die Tauglichkeit zur Teilname eines Anfängerkurses, in welchem nur bis zu 15 oder 16 Metern tief getaucht wird, benötigt eine wesentlich weniger aufwändige und weniger umfangreiche Untersuchung.
Doch leider bekomme ich – trotz meiner Erklärungen – überall die selbe Antwort auf meine Kostenanfrage: „Das lässt sich vor der Untersuchung nicht so recht sagen“, oder
„Das ist von der Untersuchung und was dann alles gemacht werden muss abhängig“.
Andere Sprechstundenhilfen müssen auch erst mal nachfragen, ob solch eine Untersuchung überhaupt in ihrem Hause durchgeführt wird. Und so darf ich weiterhin am Telefon bei viel zu schriller Wartemusik verharren, bis mir wieder gesagt wird, dass es 100 Euro kostet!

Also erkläre ich es jeder einzelnen neuen Sprechstundenhilfe von Anfang an konkret.
„Guten Tag, sie sprechen mit Nadine Müller. Ich rufe an, um nachzufragen, ob bei ihnen Untersuchungen auf Tauchtauglichkeit durchgeführt werden…“
„…Ja ich habe bereits bei mehreren Ärzten nachgefragt und da es nur eine sehr geringfügig aufwändige Untersuchung ist – wie bereits gesagt: Atemwege, Gehörgang und Herzkreislaufsystem – suche ich nun einen Arzt bei dem es für bis zu 30 Euro möglich ist untersucht zu werden und eine Bescheinigung ausgehändigt zu bekommen. Da Freunde von mir von ihrem Hausarzt für die gleiche Untersuchung zwischen 15 und 30 Euro bezahlt haben.“ Dann füge ich noch hinzu, dass ich einen Arzt suche, weil ich bisher noch bei meinem Kinderarzt gewesen war, dieser die Untersuchung jedoch nicht durchführen darf, und – da ich seit meinem 18 Geburtstag nicht zum Arzt musste – auch noch keinen Wechsel vorgenommen habe.

Da frage ich mich nun, wieso ich, nur weil ich noch keinen Hausarzt habe so viel Aufwand machen muss, nur damit mir ein Arzt in die Ohren schaut und mein Herzkreislaufsystem überprüft!??

Na gut, eine Sprechstundenhilfe nahm sich sogar Zeit für mich. Sie hörte sich mein Anliegen an, schien mich nicht abwimmeln zu wollen wie so viele Andere und brachte mir Verständnis entgegen.
Sie war endlich eine Angestellte, welche sich nicht zu fein war auf meinen Fall bezogen den Arzt zu fragen, was in etwa das kosten würde. Sie wollte mich zurückrufen.
Somit hatte ich wieder ein wenig Hoffnung, vielleicht doch noch einen „günstigen“ Arzt zu finden, bei welchem der Termin sich nicht so ertagen würde, wie bei Herrn Doktor T., bei welchem ich letzte Woche Montag schon einen Termin hinter mich gebracht hatte.
Wegen ihm also sitze ich nun hier und warte auf den Anruf, welcher entscheidet, ob ich weiterhin auf Ärztejagd gehen muss oder nicht.

Auch bei Doktor T. in Riedstadt Goddelau, habe ich zuerst erfragen wollen
- sogar mit der Annahme es gäbe festgelegte Beträge, da es sich um eine einheitlich Untersuchungen handelt – was solch eine Untersuchen denn kosten würde.
Die Sprechstundenhilfe sagte mir (ich erfuhr es zum ersten mal), dass es zwischen 50 und 100 Euro kosten kann. Daraufhin fragte ich sie sofort, ob die Möglichkeit besteht, dass der Betrag auch unter 50 Euro liegen kann, da selbst 50 Euro meine Kapazitäten überschreiten.
(Mann merke sich, dass dies fast die Hälfte des Tauchkurses mit gesamter Ausstattung ist) „Das kann ich ihnen nicht sagen“
Entgegnete mir die Sprechstundenhilfe. Da sagte ich ihr, dass es für mich jedoch wichtig sei, weil ich Schülerin bin… usw.
Sie vertröstete mich darauf, einen Termin zu machen. Also fragte ich, ob ich bei dem Termin vor der Untersuchung von dem Arzt den Preis erfahren kann. Sie deutete diese Möglichkeit an, wich mir jedoch eher aus mit ihrer Antwort. Doch ich brauchte das Attest, also ging ich das Risiko ein.

Am darauf folgenden Montag dem 12.09 rief ich sie, bevor ich von Griesheim nach Goddelau mit dem Bus zu Herrn Doktor T. fahren wollte, noch einmal an.
Ich fragte sie, ob sie inzwischen vielleicht weis, ob diese Untersuchung nun auch unter 50 Euro kosten kann und ob sie so nett sein könnte mir dies mitzuteilen, da ich nicht unbedingt umsonst den Weg von fast einer dreiviertel Stunde hin und dann wieder zurück, inklusive der Stunde Wartezeit, auf mich nehmen möchte.
Sie wiederholte nur was sie bei dem Vorigen Gespräch sagte und wirkte noch genervter als bei dem Gespräch zuvor, bei welchem ich sie schon als recht unfähig in ihrem Beruf einstufte.

„Sprech-Stunden -Hilfe“: Eine Sprechstundenhilfe zur Unterstützung ihres Arztes – worunter ich mir Beratung und Informationsweiterleitung vorstelle – war sie nicht gewesen, weder noch in irgend einer Form eine Hilfe für mich persönlich.
Mit ungutem Gefühl, machte ich mich auf den Weg…

Veröffentlicht in: on 19. Dezember 2005 at 14:42 Kommentar schreiben

Tag am Meer

Eins der Besten von den Fantas

Diese Beschreibungen, diese Wortkomposition, der Reim und der fliesende Übergang sowie der Klang, welchen man beim Hören des Liedes empfängt, sind einfach wundervoll.
Es ist ein Song der mir viel bedeutet und den ich als ein perfekt ausgearbeitetes Werk betrachte;
inhaltlich sowie musikalisch!

Ich hoffe doch ihr kennt ihn ;-)

Wenn nicht, holt ihn euch sofort und ihr habt das Meer und ein besonderes Lebensgefühl im Wohnzimmer.

Jetzt bist du da, ein Stück deiner Zukunft dabei, es ist schon lange klar du fühlst dich frei wenn die Zukunft zur Gegenwart wird hast du’s getan das Warten war es wirklich dein Plan dann verschwindet die zeit darauf du in ihr, Wolken schlagen Salti du bist nicht mehr bei dir, die Zeit kehrt zurück und nimmt sich mehr von sich, in ihr bist du schneller denn mehr bewegt dich. Der Moment ist die Tat die du tust Augenblick denn dein Auge erblickt was du tust und erschrickt vor dem Ding das du kennst weil es immer da war die Musik ist aus und ist immer noch da hast du das gewollt – hast du angst – zu beginn doch jetzt ist alles anders denn wir sind mittendrin es dreht sich nur um uns und es ist nichts wie bisher und das macht uns zu Brüdern mit dem Tag am Meer. Du spührst das Gras, hier und da bewegt sich was es macht dir Spass nein es ist nicht nur das, denn nach dem öffnen aller Türen steht am Ende der Trick des Endes der Suche durch das Finden im Augenblick du atmest ein du atmest aus dieser Körper ist dein Haus und darin kennst du dich aus du lebst – du bist am leben – und das wird dir bewusst ohne nachzudenken nur aufgrund der eignen Lebenslust das gefühl das du fühlst sagt dir es ist soweit und es ändern sich Zustand der Raum und die Zeit der Verstand kehrt zurück doch du setzt ihn nicht ein jeder Schritt neues land wird es immer so sein duspürst die Lebensenergie die durch dich durchfliesst das Leben wie noch nie in Harmonie und genießt es gibt nichts zu verbessern nichts was noch besser wär außer dir im jetzt und hier und dem Tag am meer.

Veröffentlicht in: on 17. Dezember 2005 at 17:42 Kommentar schreiben

„Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ von Milan Kundera

Buchvorstellung

Von Nadine Monika Müller

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsangabe

Der Autor Milan Kundera

Die Werke Kunderas

Zentrale Themen und Motive des Romans

Aufbau

Erzählform

Die Hauptpersonen

Textinterpretationen

Persönliche Leseerfahrung

Inhalt

Der Chirurg Tomas, ein freiheitsliebender Mann mit vielen Liebesabenteuern, welcher festgestellt hat, dass es ihm nicht möglich ist sich fest zu binden, verliebt sich in die treue Serviererin Teresa. Sie lernen sich zur Zeit des kalten Krieges in einem Restaurant in Prag kennen. Teresa strebt nach etwas höherem und flieht, als sie Tomas kennen lernt aus ihrer Familie, welche sie von einem besseren Leben abhält, zu ihm. Sie ist ein ungewolltest Kind ihrer Mutter und kämpft vergebens um ihre Liebe. Weil sie zu Hause nicht glücklich sein kann, hofft sie endlich von Tomas verstanden und geliebt zu werden. Zwischen ihnen beginnt eine bedingungslose Liebe, doch da Tomas seine Affären nicht für sie aufgibt, leidet sie auch unter dieser Beziehung. Tomas trennt Liebe und Sexualität, wozu Teresa nicht in der Lage ist. Es ergibt sich eine gute Stelle als Chirurg für Tomas in der Schweiz und Teresa hofft, dass sich seine Affären dort mildern würden. Sie heiraten und ziehen nach der gewaltsamen Niederschlagung des Prager Frühlings nach Genf. Hier her ist jedoch auch die tschechische Malerin Sabina, eine von Tomas Geliebten, emigriert. Und als Tomas Verhältnisse Teresa auch in ihren Träumen verfolgen erkennt sie, dass sie unter den Vorrausetzungen nicht in voller Abhängigkeit von ihm in einem fremden Land leben kann. Sie möchte zurück in die Tschechoslowakei. Tomas muss sich nun zwischen der politischen Freiheit als auch seiner Karriere und der Liebe zu Teresa entscheiden. Teresa verlässt ihn. Wenige zeit später entschließt sich Tomas ihr zu folgen.
Ein Einschub erzählt von der Malerin Sabina und ihrem Geliebten Franz, welcher Dozent ist. Dieser gibt für Sabina seine Familie auf um mit ihr zu leben. Sabina jedoch will die Beziehung nicht öffentlich, sondern nur unter Geheimhaltung führen und verlässt ihn. Sie überfällt die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, als ihr Leben an jeglichem Schwermut verliert. Sie befindet sich in einer Sinnlosigkeit, welche sie zuvor nicht kannte. Diese wird unterbrochen durch die Nachricht des Todes von Tomas und Teresa. Vor ihrem Tod lebten beide noch lange in einem Dorf, in welchem Tomas als Fensterputzer weiter seine Affären auslebt. Um dem ein Ende zu setzen möchte Teresa mit ihm in ein verlassenes Dorf ziehen. Dort sterben beide letztendlich bei einem Autounfall.

Milan Kundera

Biographie

Am 1.04.1929 wurde Milan Kundera, als Sohn des Musikwissenschaftlers Ludvik Kundera (1891-1971) in der Stadt Brno (Brünn) in Tschechien geboren. Erste Gedichte schrieb Kundera schon während seiner Schulzeit.
In der Nachkriegszeit schlug er sich vor seinem Studium als Arbeiter und Jazzmusiker durch. An der Prager Karls Universität studierte er Filmwissenschaften, Musik und Dramatik. Nach seinem Studium wurde er zuerst Assistent, Professor und dann Lektor für Weltliteratur an der Filmfakultät der Prager Akademie. In dieser Zeit begann er Gedichte, Essays und Theaterstücke zu veröffentlichen. Außerdem war er Redaktionsmitglied der Literaturzeitschriften „Literarni noviny“ und „Listy“. Wie viele andere Intellektuelle trat auch Kundera schon 1948 während seiner Studienzeit in die kommunistische Partei ein. Aufgrund seiner individualistischen Neigungen wurde er jedoch 1950 aus der Partei verwiesen. 1952 beendete er sein Studium mit 23 Jahren. 1956 tritt Kundera zum zweiten mal der kommunistischen Partei bei und blieb bis zu seinem 41. Lebensjahr als Mitglied dieser bestehen.
Sein erstes Buch veröffentlichte Milan Kundera 1953. Mitte der Fünfziger Jahre war er ebenso als Theaterautor, Essayist und Übersetzer tätig. Zwischen 1958 und 1968 schrieb und veröffentlichte Milan Kundera seinen ersten Roman „der Scherz“, in welchem er sich mit dem Stalinismus auseinander setzte.
Als einer der Hauptakteure der Reformbewegung des niedergeschlagenen „Prager Frühlings“, verlor Kundera nach dem sowjetischen Einmarsch am 21.08.1968 seine Dozentur. Seine Bücher wurden aus allen Bibliotheken Tschechiens entfernt. 1970 wurde ihm seines Engagements wegen im Prager Frühling ein Publikationsverbot erteilt. In Paris ist 1973 sein zweiter Roman „Das Leben ist anderswo“ erschienen. Einem Lehrvertrag an der Universität Rennes in der Bretagne folgte Kundera dann zwei Jahre später. 1979 entzog ihm die tschechische Regierung sogar die Staatsbürgerschaft als Reaktion auf „Das Buch vom Lachen und Vergessen“. Weitere Romane Kunderas wurden nicht in der Tschechoslowakei veröffentlicht. Französischer Staatsbürger ist er seit 1979. Weil sich Milan Kundera oft unrichtig zitiert fühlte gab er seit 1985 nur noch schriftliche Interviews.
Sein erstes in französischer Sprache verfasstes Oeuvre „L“™Art du Roman“ (die Kunst des Romans) veröffentlichte er 1986. Sein erster in Frankreich geschriebener Roman war „Die Unsterblichkeit“ 1990. Sein Lehrauftrag an der Universität der Rennes für vergleichende Sprachwissenschaften endete 1978. Seit 1991 ist Milan Kundera Mitglied des Lektorenkollegiums des renommierten Pariser Gallimard-Verlags. Zur Zeit lebt er zusammen mit seiner Frau, Vera Hrabankova, in Paris. Mit Verfälschern unter Interpreten und Übersetzern rechnet Kundera 1994 in seinem Essay „Testaments trahis“(Verratene Vermächtnisse) ab, weil auch er sich selbst als deren Opfer betrachtet. Die ins französische übersetzen Werke überprüft Kundera nun selbst in Frankreich. Bekannt wurde Kundera mit seinen Gedichtssammlungen durch das dreibändige Prosawerk „Das Buch der lächerlichen Liebe“.

Die Werke Kunderas

Poesie

Der Mensch: Ein weiter Garten 1953
Der letzte Mai 1954-1955-1961
Monologe 1957-1964-1965

Stücke

Die Besitzer der Schlüssel 1962
Zwei Ohren, zwei Hochzeiten (Langsamkeit) 1968
Der Fehler 1969
Jakob und sein Herr (Hommage an Diderot in 3 Akten) 1971

Romane

Der Scherz 1965
Das Buch der lächerlichen Liebe, 3 Teile 1963-1965-1968
Das Leben ist anderswo 1969/70
Abschiedswalzer 1970/71
Das Buch vom Lachen und Vergessen 1978
Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins 1982
Die Unsterblichkeit 1988
Die Langsamkeit 1994
Die Identität 1996
Die Unwissenheit 2001

Zentrale Themen und Motive des Romans

Die zentralen Themen des Romans „die unerträgliche Leichtigkeit des seins“ sind:

· Das Verhältnis zwischen Liebe und Sexualität
· Das Verhältnis von Schwere und Leichtigkeit menschlicher Existenz
· Die Philosophie über das menschliche Verhalten
· Die Psychoanalyse und Erforschung der fiktiven Charaktere

Aufbau

Der Aufbau des Buches gleicht dem Aufbau einer Komposition eines musikalischen Werks. Schon die Gliederung des Inhaltsverzeichnisses stellt dies dar. Die Annordnungen der einzelnen Kapitel, der Einschub einer anderen Geschichte, die Aufteilung alles erinnert daran. Ich habe mich selbst dabei erwischt ein Kapitel den 1. Satz zu nennen! Leider nur kann ich keine direkten Vergleiche ziehen, da ich keine musikalische Ausbildung genossen habe, aber ich bin mir sehr sicher, es gibt eine Form von Komposition, welche sich auf den Aufbau übertragen ließe.

Erzählform

Der Erzähler erwähnt zu Beginn des Buches, dass er Tomas kennt, indem er beschreibt wie er sich an eine Situation erinnert, in welcher er bei ihm gewesen ist. Jedoch ist dies die einzige Information, welche er uns gibt und er nimmt nicht als Person aktiv an dem Geschehen teil. Die Erzählweiße ist somit eine Verbindung zwischen dem personalen und dem auktorialen Erzähler. Er beschreibt Situationen aus der Sicht der 4 Hauptakteure und schreibt über innerste Gefühle, Wünsche und Gedanken dieser.

Er weiß alles über Tomas, Teresa, Sabina und Franz. Es ist möglich, dass er ein alter Freund dieser Personen ist und auf Grund von vielen gemeinsamen Erlebnissen und Erzählungen der Personen, über ihre Vergangenheit bestens bescheid weiß. Jedoch ist dies sehr unwahrscheinlich, da die Psychoanalysen der Personen eine solche Genauigkeit aufweißen, dass sie hätten nur von einem Psychologen stammen können. Demnach tendiere ich eher zum auktorialen Erzähler, welcher zwischenzeitlich als personaler Erzähler der jeweiligen Person auftritt.

(Textstellen zum personalen Erzähler: S.11, 1. bis3. Absatz)

Erzählform/weiße und persönlicher Eindruck

Mein persönlicher Eindruck ist, dass sich zu Milan Kunderas philosophischen Gedanken zu Beginn seines Buches, Personentypen gebildet haben. Er hat die Idee von der Schwere und der Leichtigkeit personifiziert. Inspiriert durch andere Menschen und vielleicht auch durch sein eigenes Verhalten, entwickelte er Zusammenhänge zwischen Körper und Seele, Sexualität und Liebe im Zusammenspiel mit der politischen Lage und der Gesellschaft, in Form der Geschichte von Thomas und Theresa.

„Es wäre töricht, wenn ein Autor dem Leser einreden wollte, seine Personen hätten tatsächlich gelebt. Sie sind nicht aus einem Mutterleib geboren, sondern aus ein paar Schlüsselsituationen. Thomas ist geboren aus der Redewendung „šEinmal ist kein mal“™, Teresa aus einem rumorendem Magen“

Seite 39 (Zweiter Teil Körper und Seele)

Diese Geschichte stellt in keinster Weiße das Hauptthema des Buches dar.
Sie ist vielmehr der Träger, der philosophischen Idee und die Basis für die Darstellung der Menschen, um welche sie sich dreht.
Das Eigentliche worum es in dem Buch die unerträgliche Leichtigkeit des Seins geht, befindet sich unter der Oberfläche und hinter den Worten.

Durch Kunderas Erzählweiße erhält der Leser ein sehr intimes Bild der Hauptpersonen, in dem Kundera die verschiedenen Vorstellungen der Charaktere gegenüber stellt und erklärt warum diese einander missverstehen. Besonders schön ist dies in seinem dritten Teil des Romans „unverstandene Wörter“ ausgeführt. Er erklärt, welche unterschiedlichen Empfindungen sie den Worten gegenüber haben und welche Bedeutungen Sabina und Franz ihnen beimessen, sowie warum dies der Fall ist.

„Solange die Menschen noch jung sind und die Partitur ihres Lebens erst bei den ersten Takten angelangt ist, können sie gemeinsam komponieren und Motive austauschen (…) Begegnen sie sich aber, wenn sie schon älter sind, ist die Komposition mehr oder weniger vollendet, und jedes Wort, jeder Gegenstand bedeutet in der Komposition des einzelnen etwas anderes.“

Seite 82, 3.Abstatz (Dritter teil Unverstandene Wörter)

Die Hauptpersonen

Tomas

· trennt Liebe und Sexualität.
· liest.
· liebt Theresa bedingungslos.
· Liebe ist für ihn mit einer Frau einzuschlafen.
· hat eine magische Wirkung auf Frauen.
· geht direkt auf Frauen zu.
· Theresa ist er sehr achtsam und zärtlich.
· beruhigt sie immer wieder.
· ist Chirurg.

Teresa

· ist auf der Suche nach Liebe und dem Höheren gewesen.
· ihre Mutter hat ihrem Körpergefühl geschadet als auch ihrer Psyche.
· kann Liebe und Sexualität nicht trennen
· liest.
· ist unsterblich in Thomas verliebt.
· ist abhängig von Thomas.
· ist nicht ganz selbständig.
· verarbeitet viel in Träumen.
· ist Serviererin und Fotografin.

Sabina

· hat sich entschieden ohne festen Freund zu leben, zweifelt jedoch.
· verrät alles, um weiter zu kommen im Leben; ist immer auf der Reise.
· führt eine Freundschaft mit Thomas.
· ist Malerin.
· hat mehrere Geliebte.
· kann Sexualität und Liebe teilweiße trennen.

Franz

· liebt das Unwirkliche.
· hat eine Affäre mit Sabina.
· Sabina verändert sein Leben.
· trennt Liebe und Sexualität weniger.
· verlässt sein Frau.
· liebt Musik.
· Ist Dozent

Interpretationsansätze

Wie aus den Motiven und den unterschiedlichen Thematiken hervorgeht, lässt sich der Roman „die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ an Hand verschiedener Interpretationsmethoden analysieren:

Interpretationsform/
Methode Interpretationsansätze

Zeithistorisch u.
Gesellschaftlich:

Der Roman spielt zur Zeit des „Prager Frühlings“
(1968). Die vier Hauptakteure Tomas, Teresa, Sabina und Franz stehen alle in unterschiedlicher Verbindung zu diesem Ereignis. Sie haben es auf verschiedene Weisen erlebt und vertreten unterschiedliche Sichtweisen im Bezug auf die politische Lage Tschechiens und den Kommunismus allgemein. Hier ließen sich somit die
verschiedenen Annsichten auf mögliche Kritik untersuchen.
Beim Betrachten des Textes im Bezug auf die Gesellschaft, lassen sich in Verbindung des Geschichtlichen durch die 4 Hauptakteure, auch eine Kritik Kunderas an der Umsetzung des Kommunismus, Kritik am Krieg und an der Besatzung erarbeiten. Hier 2 wichtige Beispiele:

Aus Sabinas Geschichte:

Er kritisiert das Verhalten der Tschechen in Genf. Ihr schon so sehr von der Kontrolle geprägtes Verhalten, das selbst gegenüber den „eigenen Leute“, welchen sie Vertrauen entgegenbringen könnten, kein Halt macht.

„In den kommunistischen Ländern gehört die Bewertung und Überprüfung der Bürger zu den gesellschaftlichen Hauptbeschäftigungen“

(weiter wichtige Textstellen auch auf S. 89 f)

Aus Teresas Geschichte:

Gesellschaftliche Kritik hinsichtlich des Prager Frühlings wird dem Leser, durch die Fotographische Tätigkeit von Teresa, näher gebracht. Hier fängt sie „Bilder“ auf, wie die schönen Frauen in kurzen Röcken, welche eine sexuelle Attacke auf die schon lange unter Sexentzug lebenden Soldaten, als Widerstand und Verteidigung des eigenen Landes, ausüben. Durch ihre Geschichte hält er die Bilder nicht nur als Fotografien, sondern auch in Worten als Erinnerung und Mahnung fest.

„Die tschechischen Fotografen und Kameraleute, hatten sehr wohl begriffen, dass es ihre Aufgabe war, das einzige zu tun was es noch zu tun gäbe: für die ferne Zukunft das Bild der Gewalt festzuhalten“ (S.63 23.)

Psychoanalytisch:

Die an erster Stelle in Frage kommende Methode der Interpretation, wäre die Psychoanalyse. Da
Milan Kundera seine geschichtlichen und politischen Kritiken, seine Ansichten zur damaligen Gesellschaft, seine Erkenntnisse im Bereich Zwischenmenschlicher Beziehungen und Sexualität, als auch seine philosophischen Ansichten auf den Charakteren seiner Protagonisten aufbaut und umgekehrt.
Jedoch stößt man bei diesem ersten Interpretationsansatz sofort auf einen Widerstand, welcher die weitere Interpretation in die Richtung einer philosophischen Untersuchung des Textes lenken könnte:

Die von Kundera schon vorgenommene Analysierung der Personen, welche keine weitere Interpretation mehr erfordert, da wir innerste Wesenzüge und Gedanken der Hauptpersonen durch ihn bereits erfahren.

Philosophisch:

Bevor der Erzähler beginnt uns die Geschichte von Tomas und Teresa zu erzählen, stellt er uns als Grundlage für Sinn und Aufgabe dieser, zunächst seine philosophischen Ideen in Verbindung mit einer Kritik an das ganz allgemeine Menschliche Verhalten dar. Schon der Anfang, welcher bekanntlich den schwierigsten und wichtigsten Teil des Buches für den Verfasser darstellt, erklärt uns die unerträgliche Leichtigkeit des Seins.
Seine Kritik, welche noch viel mehr als nur eine Kritik darstellt, sondern viel mehr der Ansatz für ein besseres Leben und die Enttäuschung über das Wesen des Menschen ist, beginnt mit der Theorie des ewig wiederkehrenden Lebens.

Philosophisch:

Diese Theorie bleibt jedoch in der Realität vielleicht auf immer nur eine Theorie. Da der Mensch die ewige Wiederkehr erstens auf Grund seines begrenzten Verstandes nicht glauben, nicht erfassen kann und zweitens die „erdrückende“ Last der hier mitwirkenden Verantwortung nicht tragen könnte.
Die Verantwortung für Geschehnisse in unserem Leben, wie Mord, Misshandlung und Krieg, welche sich ewig wiederholen würden. Jedoch in unserem Leben, wie es Kundera beschreibt, existiert der mildernde Umstand der Vergänglichkeit, welche jedes Geschehnis mit dem Menschen letztendlich versöhnt. Diesem sei Dank, leben wir in einer unerträglichen Leichtigkeit des Seins. Wir tragen nicht diese große Verantwortung, dass all unser Handeln immer wieder kehrt, sondern können im Glauben daran, dass wir nur einmal Leben, in aller Leichtigkeit unser Sein genießen. Es ist sozusagen oft gar nicht von Bedeutung, wie wir uns entscheiden, da wir im Vorhinein nicht sagen können, was richtig ist und eben aus diesem Grund müssen wir verhältnismäßig wenig Verantwortung übernehmen. Wir können dann einfach sagen, ich habe nur dieses eine Leben, wie hätte ich wissen sollen was die richtige Entscheidung ist. So sieht es auch Thomas, dessen Person die Versinnbildlichung der Leichtigkeit ist. Er ist das Leichte und Theresa, das Schwere. Diese Gegensätze knüpfen an die Große Verantwortung an. Und Kundera fragt sich welches nun der richtige Weg ist, der Leichte oder der Schwere?

Zu diesem Vortext, gibt es immer wieder versteckte aber auch ganz direkte Parallelen, welche sich in ihren Verhaltensweißen, Lebensweißen und Einstellungen zur Liebe und dem Leben äußern.

Ob Kundera eine Antwort innerhalb seines Buches auf seine Frage gibt, glaube ich nicht. Vielmehr denke ich, dass er dies dem Leser selbst überlässt. Jedoch ist es möglich, dass sehr genaue Textarbeit, zeigen würde, ob und welche Antwort Kundera dem Leser vermitteln möchte.

Persönliche Lese Erfahrungen

Milan Kunderas Roman „die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“ hat mir bereits im Ganzen sehr gut gefallen. Doch vor allem faszinieren mich einzelne Aspekte und die Vielseitigkeit des Romans.
Ich finde es ist ein äußerst gelungenes Werk, in welchem so viel steckt, dass man Bücher, mit seinem Inhalt und seiner Aussage, hätte füllen können.

Er spricht so viele verschiedenen Thematiken an, welche er so gut komprimiert und in einen gemeinsamen Zusammenhang bringt, wie ich es bisher kaum erfahren habe.

Der Anfang hat mir besonders gut gefallen. Ich habe ihn – ich weiß nicht wie oft – mir selbst und anderen vorgelesen. In Betracht des nicht leicht zu erfassenden Themas, finde ich ihn sehr verständlich ausgedrückt. Er hat einen guten Aufbau und bildet insgesamt einen runden und harmonischen Text.
Kurz gesagt, betrachte ich ihn als eine perfekte und gut ausgearbeitete künstlerische Leistung.

Die Geschichte von Teresa hat mich sehr bewegt.
Ich bin überzeugt davon, dass ich Theresa zu einem früheren Zeitpunkt meines Lebens nicht hätte so gut hätte verstehen können, wie ich es jetzt getan habe. Deswegen war ich enttäuscht, als ihre Geschichte von der Erzählung über Sabina und Franz unterbrochen wurde und hoffte, dass Kundera wieder zu Theresa und Thomas zurück kehren würde.

Als ich mich auf den Einschub einließ, war es jedoch nicht unangenehm ihn zu lesen. Abgesehen davon spielt er eine wichtige Rolle des gesamten Romans und ist aus diesem nicht weg zu denken.

Manche politischen Zusammenhänge sind nicht leicht zu verstehen und ich habe hierauf auch weniger meinen Schwerpunkt gelegt. Gefallen hat mir wie Kundera, die Menschen beschreibt und analysiert. Es ist auch schön zu beobachten, wie und auf welche Art und Weise Einflüsse seines Musikerseins und bestimmt auch seines Gesamtwesens mit in den Roman einfließen. Es gelingt ihm sehr gut Lebensgefühle in Worte zu fassen.

Veröffentlicht in: on 9. Dezember 2005 at 15:02 Kommentare (12)

Oft schon so nah…
Manchmal eng, zu eng und doch warm und doch richtig!
Und jetzt?
Nichts ist eng, nichts ist richtig nah, nichts ist richtig und nichts falsch.
Es scheint mir als würde ich vor lauter Freiheit vom Rande eines riesigen leeren und kalten Tellers fallen ins Nichts.
Denn da ist nichts anderes und wenn, vielleicht irgendwann ein Grund. Vielleicht.
Doch würden ewig viele dort sein am Boden, auf welchen ich fallen würde, niemand könnte mich richtig fangen und halten.
Zu frei, kein Halt und nichts was einen hält. Nichts was einen hält zu bleiben und kein Halt, der dir als Stütze dient. Nichts was einen aufhält. Doch vor was? Was nützt dir das nicht aufgehalten werden, wenn du doch nichts lieber möchtest als zu bleiben?
Es ist kein Zwang auf diesem weiten, weißen, leeren und kalten Teller.
Keine Zwänge, nur Freiheit, nicht einmal der Zwang zu gehen. Und da sitzt du nun.

Sollst weder bleiben, noch gehen, findest keinen Halt und bleibst doch stehen.

Veröffentlicht in: on 7. Dezember 2005 at 18:52 Kommentar schreiben

Oft schon so nah…
Manchmal eng, zu eng und doch warm und doch richtig!
Und jetzt?
Nichts ist eng, nichts ist richtig nah, nichts ist richtig und nichts falsch.
Es scheint mir als würde ich vor lauter Freiheit vom Rande eines riesigen leeren und kalten Tellers fallen ins Nichts.
Denn da ist nichts anderes und wenn, vielleicht irgendwann ein Grund. Vielleicht.
Doch würden ewig viele dort sein am Boden, auf welchen ich fallen würde, niemand könnte mich richtig fangen und halten.
Zu frei, kein Halt und nichts was einen hält. Nichts was einen hält zu bleiben und kein Halt, der dir als Stütze dient. Nichts was einen aufhält. Doch vor was? Was nützt dir das nicht aufgehalten werden, wenn du doch nichts lieber möchtest als zu bleiben?
Es ist kein Zwang auf diesem weiten, weißen, leeren und kalten Teller.
Keine Zwänge, nur Freiheit, nicht einmal der Zwang zu gehen. Und da sitzt du nun.

Sollst weder bleiben, noch gehen, findest keinen Halt und bleibst doch stehen.

Veröffentlicht in: on at 18:52 Kommentar schreiben