Wenn keiner mehr am Brunnen sitzt

Wenn keiner mehr am Brunnen sitzt
Und der Spielplatz ist wie leergefegt…
Ziehen Wolken auf.
Der Blick auf drei Raben.

Dunkel, leer, düster, still,

Keiner der zu dir schaut.
Du scheinst allein
Auf der Welt zu sein.

Sie sehen dich an.
Wie eine Warnung
Was nun kommen mag?
Gewitter zieht auf,
Still, kurz nur ein Moment, doch keiner ist da,
Die Raben scheinen etwas zu wissen.
Sie wissen das was dich nur in der Luft berührt
Was du spürend zu erahnen wagst
Doch nicht beschreiben kannst.

Sie fliegen fort.

Veröffentlicht in: on 26. Juni 2006 at 21:30 Kommentar schreiben

Was ein Mensch ist

Wenn ich einen Menschen vor mir habe,
sehe ich
sein Gesicht und seine Augen.
Ich sehe, ob er lügt oder nicht,
ich sehe, ob er mich sieht oder nicht.
Ich kann spühren, hören und fühlen, wie es ihm geht
und was er für ein Mensch ist.

Und alles andere ist unwichtig.

Veröffentlicht in: on 21. Juni 2006 at 21:39 Kommentar schreiben

Alles Schlampen!?

„Du nennst es singleleben – ich nenne es schlampenleben. alle zwei tage typen wechseln? mit 16? hallooo???“

Was macht es für einen Unterschied alle zwei Tage die Typen zu „wechseln“ oder alle zwei Wochen?
Und was ist ein Mann für dich wenn er Montag die Eine, Dienstag die Andere und Mittwoch die ganz Andere im Bett hat? Nein eine Schlampe wohl nicht..was?
Eine männliche Schlampe vielleicht?
Aber es würde dich wohl wenieger schockieren oder?
Ich denke Menschen wie du machen es gerade erst möglich, dass Frauen mit verschiedenen und häufigen erfüllenden Sexgeschichten immer noch als Schlampen bezeichnet und abgewerted werden.
Aber ist es nicht jedem seine Sache, wie, wann, wo, wie viel und wie oft und mit wem er Sex hat?
Was soll denn eine Frau deiner Meinung nach machen, wenn sie jeden Tag Sex haben möchte, aber gerade keinen Beziehung haben mag, ja vielleicht aus den Lebensumständen heraus keine haben kann? Vielleicht möchte auch jemand generell keine Beziehung und hat dennoch Triebe, Sehnsüchte, Gelüste und das Bedürfniss nach Nähe.. Muss mann sich dann etwa einen festen Geliebten suchen? Und wie will man den halten ohne, dass er mit einem zusammen in einer Beziehung leben will? Oder ohne, dass man sich in ihn verliebt?
Warum bitte sind One-Night-Stands ok für dich, aber nicht das häufige
Sex-haben, mit verschiedenen Menschen? Und warum ist das Alter hier von Bedeutung? Kommt es nicht darauf an, dass man tut wozu man bereit; reif ist und das es einem gut tut? Wieviel hast du überlegt vor deinem Kommentar?

Die Armen Frauen, welche schon früh wunderbare sexuelle Erfahrungen hatten, um deren Willen,

wir die Pille und

ne Menge Kenntnisse drüber haben was Frauen gefällt;

wie ihr Sexualleben ist,

denen wir verdanken, dass Männer ÜBERHAUPT auf

uns eingehen und uns als sexuelles Wesen wahrnehmen und annehmen (was einiege immer noch nicht tun!),

dank denen wir
zum Teil die mehr gewordene Gleichberächtigung von Mann und Frau haben…

Die Armen Frauen, die du Schlampen nennst!!! Dank denen du überhaupt über so etwas öffentlich in einem Blog reden kannst. Dank denen du Sex vor der Ehe haben kannst, weils nämlich damit auch nichts zu tun hat. Man vergesse nicht, dass die Männer herum ficken konnten wie sie wollten und eine Frau in einigen Kulturen, wenn sie nicht mehr Jungfrau war hingerichted wurde.
Sind wir nicht zu ein wenig Dank verpflichted? Wäre nicht ein wenig Annerkennung angepracht… oder zu mindest ein paar Überlegung, dass es mit dem wie man etwas tut und warum vieleicht mehr zu tun haben könnte WAS ein Mensch ist und was nicht??

Sie hätten dir auch sagen können, dass sie früher Schlampen waren, als sie ihre Waden zeigten, später als sie ihre Knie zeigten, dann als sie uneheliche Kinder hatten.. und so wie die Zeit verging… sagen wir das heute über junge Frauen, die ihre Männer zu häufig wechseln…
Denk mal drüber nach…
Ich glaube sie wären nicht stolz auf dich.

Veröffentlicht in: on 20. Juni 2006 at 05:57 Kommentare (14)

Des Lebens Kreislauf

(Oder warum es gut ist, dass wir sterben.)

Wenn ich sterbe, bin ich tot.
Doch, trotz dessen, dass das Leben
Zwangsläufig
meinem Körper entfleucht,
Gibt es Leben in ihm.
Leben, das durch meinen
Toten Körper entsteht
Und von ihm lebt.

Wenn ich sterbe, bin ich tot.
Aber meine Körper lebt;
Nur anders als zuvor.
Er dient dann all den Wesen,
Die mir zuvor gedient haben:

Den Würmern,
Die für die Tiere leben, die ich aß,

Den Bäumen,
Durch welche ich die Luft zum Atmen empfing,

Den Menschen,

Welche nun auf mir gehen,
Durch mich atmen,
Von mir leben.

Natürlich, wissen wir nicht
Wohin all das geht
Was mich ausmachte
Als Individuum;
Das Nicht-Körperliche,
Was die Leute Seele oder Geist nennen.

Aber warum sollte sich nicht
Auch das zersetzten oder zersetzt werden
Und sich zu all dem verändern, was nach mir kommt?

Veröffentlicht in: on 5. Juni 2006 at 18:19 Kommentar schreiben