Mein Zimmer (Der Zweite und Vielleicht letzte Eintrag über mein Zimmer)

In einem Zimmer
Voller Sachen.
Einst so schön,
So bunt,
So lebendig
Und nun
Ist es nur noch voll.

Vergangen ist die Zeit;
Einst war ich bereit.
Zu gehen
Und jetzt?!
Stilles stehn`.
Schieben, stauen
Alter Gefühle,
Alter Erlebnisse.
Ich räume
Sie nicht auf;
Räum` sie nicht weg.
Es ist als seinen einige
Gar nicht mehr da,
Weil sie tief genug
Unter all dem Gerümpel liegen.

Wenn man so viel hat,
Dass man nicht sicher ist
Was man hat,
So ist es zuviel.
Ich weiß es noch,
aber sicher bin ich mir nicht mehr.
So viel was nicht mehr lebt
Und nicht mehr
Im ganz
Selbstverständlichen Wandel mit meinem Leben steht.

Mein Zimmer hat einst gelebt.
So schön, so bunt, so erfüllt.
Jetzt, tot liegt es vor mir,
Nur noch voll und leblos
schieben sich die Dinge
immer mehr in Richtung der Wände
Und drücken neues in die Mitte des Raumes.
Und ich?
Ich tue nichts.
Bin kaum zuhause.
Das Chaos das einst so schön gelebt, beseitigt sich nicht von selbst.
Ich hänge noch daran und doch muss ich Platz für Neues schaffen.
Wieso nur in einem Zimmer leben, dass nicht mehr mein Zimmer ist?

Veröffentlicht in:  on 25. September 2006 at 23:09 Kommentar schreiben