Es ist ganz wichtig sich zu erinnern, um Vergangenes nachträglich zu verdauen.
Erfahrungen und dass was wir aus ihnen gelernt haben und lernen werden, das bleibt viel länger in unserem Unterbewusstsein als wir denken. Jahre nach Geschehnem beschäftigen wir uns noch mit diesen Dingen, in dem wir uns erinnern.
Und wissen oft nicht, dass wir es noch immer weiter verarbeiten müssen.
Wenn es uns schlecht geht, wenn wir eine psychisch bedingte Krankheit haben, Haut, Haar, oder Nägelprobleme uns plagen oder schlecht zu den Menschen in unsere Umgebung sind und es uns nicht erklären können, kann es sein dass wir nicht merken, dass wir uns erinnern sollten.
Was ich da empfehle ist Musik. Die Musik, welche wir in einer bestimmten Zeit gehört haben. Das einzige was gegeben sein muss, ist die Einsicht, das es Dinge in uns gibt, die noch nicht geklärt und abgeschlossen sind.
Dann kann man systematisch, aber auch ganz nach Laune – was natürlich besser ist, wenn denn die Laune für bestimmte Musik vorhanden ist – , die Musik hören und die Erinnerungen kommen von ganz alleine. Ich glaube fast, dass wir uns ein leben lang mit Manche beschäftigen werden und das es recht wenig gibt was wir nach ein paar Jahren ganz abgeschlossen haben.
Mit vielem sollte man sich immer wieder beschäftigen.
Aber Natürlich sollte man nicht in der Vergangenheit leben, man sollte sich nur immer wieder fragen: Was habe ich daraus gelernt? Wie würde ich es heute machen?
So bekommt man Entwicklungen der eigenen Persönlichkeit besser mit und lebt bewusster mit sich selbst und der eigenen Ich-werdung.
Deswegen rate ich jedem immer mal wieder in Erinnerungen und der Plattensammlung zu schwelgen.
Erinnerungen 2
Erinnerungen 1
„Man liebt immer zweimal, einmal im Jetzt und einmal in der Erinnerung“
…Hat einst mal irgendein berühmter oder nicht berühmter, aber auf jeden Fall weiser Mensch gesagt, dessen Name ich leider vergessen habe.
Liebe ist schon etwas sehr seltsames und vor allem wird Sie zu etwas sehr seltsamen, wenn man zu den Menschen gehört die, die vielen verschiedenen Formen der Liebe bewusst unterscheiden, weil dann erst recht Vermischungen und ein großes Durcheinander zu Stande kommen kann!
Ich habe heute lange im Bett gelegen, was ich selten mache, auch wenn es mir auf Grund meiner „Arbeitslosigkeit“ möglich wäre. Aber ab und an, so alle halbe oder viertel Jahre passiert es mir, dass ich einfach nicht aufstehen, aber auch nicht wieder einschlafen möchte. Dann tritt ein Moment des Revue-Passierens ein und ich denke nach.. Erinnere mich. Manchmal geht das chronologisch von statten manchmal pendle ich zwischen den Zeiten. Ich merke dann wie sehr und wohin ich mich verändert und entwickelt habe und oft wird mir wieder bewusst was oder wer ich eigentlich bin.
Dann denke ich an meine Kindheit und an die Beziehungen in meinem Leben welche mich geprägt haben.
Also auch an meine Liebschaften und Beziehungen.
Man erinnert sich an den Schmerz und an die schönen Momente und versucht zu sehen, dass es einen Sinn hatte. Natürlich hatte es einen, aber je nach Laune ist man in der Lage an diesen Morgeneden auch einen darin sehen zu können.
Und dieses lieben in der Erinnerung ist wirklich sehr eigenartig.
Es ist frei von der Verblendetheit des verliebt seins, frei von dem Verständnis des Vertrauens das während der Beziehung in einem war, aber auch frei von dem Hass, welchen man empfunden hatte als alles aus war. Also, was macht man mit diesem erinnern? Schlüsse für die Zukunft draus ziehen, seenirren wie die Älteren, wenn sie an die Jugendliebe denken?
Aber wie, natürlich war es nicht nur schön. Man hat eine realistische Sicht, von träumendem seenirren kann man da nicht reden.
Ich liege da und erinnere mich. Ich habe einst geliebt. Ich denke an den einen und den anderen, spüre die Liebe; wie sie war, frage mich warum ich mich erinnere, was ich damals gemacht habe und warum.. und überlege.
Ich war nicht, wer ich heute bin, ich war naiver, wusste einiges noch nicht, aber im Grunde bin ich noch immer die selbe Person.
Vielleicht liegt der Sinn des Erinnerns, ja schon an dem Erinnern an sich.
Ich kann alles noch mal überlegen, um zu erkennen, ob ich heute noch immer so handeln würde, ich kann schauen was ich falsch gemacht habe und warum. Ich kann mir meinem selbst mehr bewusst werden und damit außerdem auch meiner Liebe.
Somit ergibt sich wenigstens die eine Antwort, dass ich vielleicht heute nicht da wäre wo ich bin, wenn nicht all diese Leiden und Lieben gewesen wären.
Vielleicht baue ich heute nur keinen Mist, weil ich ihn damals gebaut habe.
Ich muss mit dem Kopf schütteln. Und mich fragen: Warum? Warum nur?
Ich hätte mir so viel sparen können.
Aber na ja, was soll’s.
Wenigstens habe ich heute meine Ruhe und kann beruhigt wissen, dass Du – wenn auch vielleicht nicht ich -, aber Du es doch verdient hast, dass ich all diese Erfahrungen gemacht habe.
Weil ich zum erstenmal nicht den Kopf schütteln muss, wie ich es machte, als ich vieles doch eigentlich früher schon während dem Lieben geahnt habe, was nicht richtig und nicht gut für mich ist sowie ich auch tief in mir wusste was ich falsch machte.
Heute mache ich es gleich richtig, weil ich sicher weiß, dass es damals falsch gewesen war und weil ich die Konsequenzen und die Tragweite, meines Verhaltens heute verstehen kann.
Ich bin sehr froh, Dich heute zu kennen und Dich heute zu lieben.
Ich höre auf mich zu erinnern, stehe auf mit all dem was ich bin und beginne meinen Tag.