Oh Gott – wie schön!

Es ist so weit: Ich bin zuhause! Oft schon habe ich mich hier in Spandau in meinem Zimmer in der Zweck WG des Akademischen Seglervereins wohl gefühlt. Aber noch nie habe ich es so empfunden!

Ich liege in meinem Bett, nach einem Film, den ich mir mit meiner Mitbewohnern angeschaut habe, schaue an die Decke und fühle es: Ich bin zuhause.

Schon seit etwa neun Jahren habe ich das Gefühl nicht zu wissen wo mein Zuhause ist. Oft fühlte ich mich in meinem Zuhause nicht zuhause.

Natürlich ist das Haus in der Parieserstr. in Stockstadt, in dem ich groß geworden bin mein Zuhause und wird es auch immer bleiben, auch in Griesheim, näher an der - für mich damals größten Stadt – Darmstadt fühlte ich mich zuhause, aber es war etwas anderes.

Es fehlte mir oft ein Zuhause, für mich als Menschen, der ich bin, nicht ein Zuhause für das Kind das ich war und bin. Dieses Zuhause, dass wunderschön ist und immer da sein wird, das habe ich. Nein, mir fehlte ein Ort, den ich selbst finde und an dem ich gerne bin. Ein Ort, wo ich hingehöre. Diese Orte begegneten mir schon, ein bisschen und von kurzer Dauer war ich zuhause und fühlte mich nicht verloren.

Jetzt bin ich hier, in Berlin. Ich wusste das ich her möchte, ich wollte hier heraus finden, was ich will und wie es in meinem Leben weiter gehen soll, als ich erkannte, dass ich keine Jugendleiterein werden möchte.

Und jetzt spüre ich, das ich mich nicht getäuscht habe, dass es gut ist, hier zu sein.

Ich fühle mich freier und selbständiger, hier in meinem Zimmer.

In meinem ersten Zimmer, das nicht mehr in der Wohnung meiner Mutter ist.

Und ich habe hier MEIN Zuhause gefunden. Es ist mir ganz alleine und das ist gut so.

Es wird sicher nicht das letzte Zuhause sein, das spüre ich auch.

Aber verdammt noch mal, wie gut das tut, endlich ein mal richtig zuhause zu sein.

Veröffentlicht in:  on 26. August 2008 at 23:22 Kommentar schreiben