Des Lebens Kreislauf

(Oder warum es gut ist, dass wir sterben.)

Wenn ich sterbe, bin ich tot.
Doch, trotz dessen, dass das Leben
Zwangsläufig
meinem Körper entfleucht,
Gibt es Leben in ihm.
Leben, das durch meinen
Toten Körper entsteht
Und von ihm lebt.

Wenn ich sterbe, bin ich tot.
Aber meine Körper lebt;
Nur anders als zuvor.
Er dient dann all den Wesen,
Die mir zuvor gedient haben:

Den Würmern,
Die für die Tiere leben, die ich aß,

Den Bäumen,
Durch welche ich die Luft zum Atmen empfing,

Den Menschen,

Welche nun auf mir gehen,
Durch mich atmen,
Von mir leben.

Natürlich, wissen wir nicht
Wohin all das geht
Was mich ausmachte
Als Individuum;
Das Nicht-Körperliche,
Was die Leute Seele oder Geist nennen.

Aber warum sollte sich nicht
Auch das zersetzten oder zersetzt werden
Und sich zu all dem verändern, was nach mir kommt?

Veröffentlicht in:  on 5. Juni 2006 at 18:19 Kommentar schreiben

Über die Empfindung von Worten

„Stark“ ist für mich schon immer ein sehr positives Wort gewesen mit einer besonderen Bedeutung. Weil meine Mutter „stark“ war. Weil ich „stark“ sein musste und dies auch sehr früh von mir verlangte. Weil „starke Frauen“ für mich besondere Menschen darstellten. Eingeständig, fähig, durchhaltend, ehrgeizig, willenstark, mutig, sich für Andere einsetzend, überzeugt… all diese Eigenschaften brachte ich in Verbindung mit diesen Frauen und auch dem Wort an sich. So nahm ich das Wort wohl in Verbindung mit Charakterstärke, Tapferkeit aber auch Stolz und Stil war und muss es auch früher in solch einem Kontext selbst verwendet haben. Jedoch eine Freundin – deren Annsicht und Meinung ich sehr schätze – hatte ein sehr negatives Gefühl dem Wort stark gegenüber.
Woher kommt also unser Gefühl zu Worten und wie erhalten sie ihre unterschiedlichen Bedeutungen? Warum passiert es so oft, dass zwei Menschen ein und das Selbe meinen, doch ganz andere Worte hierfür gebrauchen; sich sogar deswegen streiten, weil sie denken der Gegenüber sieht es anders oder versteht einen nicht. Manchmal finden wir etwas auch beleidigend, obwohl es der andere fast schon als Kompliment aussprechen wollte.
Es sind wohl unsere Erfahrungen mit dem Wort, dessen Begleitumstände und der Zusammenhang zwischen ihm und unserem Leben und vielleicht auch unsere psychische Verfassung in dem Moment, in welchem es zum ersten mal in unser Leben tritt, die ihm seine erste und Grundlegende Bedeutung geben. Weitere sich von dieser unterscheidenden Erfahrungen können seine Bedeutung verändern.
So empfand meine Freundin Ella das Wort „stark“ als eine Beschreibung von etwas Aggressivem, sich gewaltvoll Durchsetzendem oder auch Verdrängendem, wie z.B. etwa eine hohe, dicke, bedrohliche Mauer, welche nicht zu durchbrechen ist. Solch eine Mauer kann negativ (bedrohlich) aber auch positiv als „stark“, im Sinne der Verkörperung von Stabilität, Standhaftigkeit und Sicherheit, empfunden werden. Diese Bedeutungen lassen sich dem Wort auch allgemeiner zuschreiben. Wir verwenden stark, z.b. im körperlichen Sinne, wenn sich jemand gewaltvoll durchgesetzt hat, was nicht wirklich etwas positives im Bezug auf die Charakterstärke des Menschen darstellt und sagen „dieser ist der Stärkere“. Stark kann auf unterschiedliche Arten Macht bedeuten. Der Stärkere ist oft der Überlegene, der seine Situation ausnutzen kann, der überwältigen kann und dabei wie auch ein starkes Material ein Schwächeres, wie z.B. eine Säure Textilfaser, zerstören kann. In etwa Das und weitere Assoziationen, waren Empfindungen gegenüber dem Wort „stark“, welche Ella im Kopf hatte, wenn sie das Wort hörte, sah, las und auch selbst gebrauchte. Natürlich kennt sie auch die positive Bedeutung des Wortes, hat aber vielleicht weniger Umgang mit dieser gehabt oder einfach mehr mit der negativen Bedeutung von „stark“.
Da wir jedoch Beide der Ansicht sind das zu wahrer inneren Starke gehört, den Menschen welche uns ein Unrecht angetan haben, möglichst diesen Schaden nicht zuzufügen um ihnen so zu zeigen, dass es nicht sein muss sich so wie sie zu verhalten, um sie zu verwundern, dass wir nicht zurück schlagen um sie so zum nachdenken zu bringen… . Nur leider heißen auch wir nicht Dalai Lama…
…Ja deswegen werden wir uns dennoch, noch oft über solche Geschichten unterhalten, nur wenn sie von „starken“ Menschen spricht, wird sie Worte gebrauchen, wie standhaft, kontrolliert, wohlwollend, fähig… und ich werde sagen, „ein starker Mensch“, mit dem Unterschied, dass wir wissen und nun auch verstehen können, was der andere meint und so werden wir wahrscheinlich doch wieder in der Faszination über Worte, den Empfindungen ihnen gegenüber und deren Bedeutung hängen bleiben.

Veröffentlicht in:  on 9. November 2005 at 21:55 Kommentar schreiben

Gute Nacht 2

( neue Bedeutung = neue Erklärung )

Gute Nacht heißt: schlaf gut Fee, schlaf gut kleiner Wolf. Ich habe euch sehr lieb!
Gute Nacht heißt: Nach dem ich den Pulli, liebe Fee in deine Hose getan habe, weil dir kalt ist, kann ich endlich lernen.
Gute Nacht heißt: Dass du mich wieder rufst ist schon ok, ich kann ja auch noch um 12Uhr Geschichte machen.
Gute Nacht heißt: Lass deinen Bruder doch meckern, wenn du still bist und schläfst wird er auch bald schlafen!
Gute Nacht heißt: In der Geschi-Klausur Morgen kann ich mir ja auch was ausdenken oder an Stelle über die Zeit nach dem Krieg in Deutschland, über den Krieg kleinen Kinder, den sie führen wenn sie nicht schlafen wollen, schreiben…

„Und nun schlaft doch bitte, bitte, bitte …ihr seid doch sonst nicht so!“, denke ich, während ich ganz ohne mir gute Nacht gesagt zu haben einnicke…

Veröffentlicht in:  on at 15:22 Kommentar schreiben

Wie ist das mit dem Lügen?

Was soll das eigentlich?
Mich zu belügen?
Kann man nicht zu dem stehen was man getan hat? Wie soll ich Jemanden trauen, der lügt?
Ist das etwa eine Basis?
Wieso belügt Jemand einen Menschen den er mag?
Jaa, da gibts bestimmt einiege Gründe die man haben kann; es gibt ja auch schwierige Situationen.
Doch wie war das denn nochmal mit dem Vertrauen? und der Aufrichtigkeit und dem Respekt?
Und der Courage?
Lügen heißt nicht ehrlich sein, nicht zu dem stehn was man tud, nicht wollen das der andere einen ganz kennt und kennelernt; Lügen heißt Fortlaufen vor sich selbst.
Um einander zu vertrauen, um sich auf den anderen verlassen zu können, darf man nicht lügen.
Also wenn alle Menschen sich immer belügen würden, wären alle Feinde…
Freunde müssen zusammen halten, auf einer Seite stehn, denn das macht einen Freund aus, dass er einen nicht im Stich lässt, dass er da ist, bei einem ist. Und ein Freund ist nicht mehr richtg bei dem anderen, wenn er ihm etwas verheimlicht, ihn anlügt, denn dann steht er nicht mehr auf dessen seite.
Vielleicht steht er statt dessen auf einer Anderen oder der Eigenen. Also entstehen beim Lügen aus freunden mehr und mehr Feinde(oder aus Menschen, Menschen welche einander nicht trauen), weil sie, wenn die lüge heraus kommt, auf zwei unterschiedlichen Seiten einander Gegenüberstehen und der Belogene das erst merkt, wenn der andere schon längst nicht mehr bei ihm ist.
Nicht nur Freunde oder Gleichgesinnte müssen Zusammenhalten, sondern auch einfach Menschen. Weil wir einander achten und schätzen sagen wir die Wahrheit – und das sollten wir viel mehr tun. Denn nur so kann man miteindander verändern.
Was auch immer es ist was zu verändern gilt oder zu halten, alles baut darauf auf. Und nichts funktioniert in einer Gemeinschaft ohne eine Vertrauensbasis.
Die Menschen (die uns wichtig sind) verdienen es zu wissen was wirklich ist, alles andere entfernt sie von einandner.

Veröffentlicht in:  on 3. September 2005 at 19:40 Kommentare (6)

Gute Nacht

Gute Nacht heißt: Mum und Ulli schlaft gut.
Gute Nacht heißt: Verlorener Freund schlaf gut.
Gute Nacht heißt: Berühig dich nadine.

ZU oft Gute Nacht gesagt zu haben heißt: scheiß Nächte geht endlich vorrüber!

Veröffentlicht in:  on 13. August 2005 at 04:03 Kommentar schreiben

„Vergiss es doch endlich!“

Wenn wir vergessen wie etwas abgelaufen ist, wars nichts wichtig.

Wenn uns etwas unwichtig ist, denken wir nicht daran wie es ablaufen wird.
Wenn uns etwas wichtig ist denken wir ewig darüber nach wie es sein sollte, wann, wo, und wie es wohl sein wird…
Totale Zeit verschwendung wenns irgendwnn unwichtig wird im nachhinein.
Wenn uns was wichtig ist und wir das aber noch nicht wissen, denken wir nicht sondern fühlen(was dauert bis wir es mercken) und es wird immer wichtig bleiben.

Veröffentlicht in:  on at 03:57 Kommentar schreiben

Zur Entstehung

Eigentlich bin ich schwer zu verstehen, sagt mir mein Umfeld und auch ich verstehe mich von Zeit zu Zeit selbst nicht; das geschieht dann jedoch aufgrund innerpsychischer Konflikte und Auseinandersetzung und ist nicht auf die Ausdrucksweiße oder den Kontext meiner Aussagen bezogen. Dennoch brachte mich eine Freundin auf die Idee diesen Duden zu eröffnen um meine Erklärungen preizugeben. Bitte erhofft euch keine Lebenslösungen oder besonders schlaue Weißheiten von mir, auch kann ich nicht dafür garantieren, dass ihr das hier im Zimmer eher versteht was ich so denke und hier festhalte oder euch hilft, aber vielleicht wirds Freude bereiten meine „Nein hör mal das ist doch so…ach du hast das falsch verstanden“ Kommentare nachzuschlagen …

Doch eine Antwort gibt euch dieser Duden garantiert: Meine.
Wer mich und meine Sicht der Dinge verstehn mag kann sich gerne daran probieren und fragen darf jeder gern, nur bitte Anfangsbuchstaben des Suchbegriffs GROSS schreiben.

Viel Vergnügen

Veröffentlicht in:  on at 03:43 Kommentar schreiben

Zur Wichtigkeit von Häufigkeiten

Wenn man sagt DAS ist schon nichts besondes mehr in bestimmten Fällen, weil DAS häufig vorkommt, darf man nicht die Bedeutung reduzieren, da es ja normal und oft ist. Man sollte den Wert, welche die Sache in sich trägt sehen…
Schwer zu verstehen? Klar.

Erklärung am Beispiel:

Eine Freundinn von mir ist sehr anschmiegsam und kuschelt viel mit Menschen die sie mag(einiege Menschen und sehr oft), also ist DAS normal und nichts besonderes mehr (sagt eine andere Freundin), doch ich sage: Nein.
Nur weil sie es oft macht ist es dennoch nicht selbstverständlich und ob sie es oft tud oder nicht beeinflust vielleicht garnicht die Wichtigkeit(ob es etwas besonderes ist oder nicht).

Ps: Ich finde meine kuscheliege Freundin und ihr Verhalten was ganz besonderes.

Veröffentlicht in:  on at 03:25 Kommentar schreiben